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Eishockey: Rapperswil-Jona will im zweiten Jahr den Tritt in der NLA finden

Die St. Galler starten morgen Freitag mit dem Ziel in die NLA-Meisterschaft, die Lücke auf die Konkurrenz zu schliessen. Das dürfte eine schwierige Aufgabe werden. Vieles wird von den zwei neuen Ausländern abhängen.
Tim Frei
Trainer Jeff Tomlinson steht vor seiner fünften Spielzeit mit Rapperswil-Jona. (Bild: Peter Klaunzer/Keystone)

Trainer Jeff Tomlinson steht vor seiner fünften Spielzeit mit Rapperswil-Jona. (Bild: Peter Klaunzer/Keystone)

46 Niederlagen in 61 Partien, 19 Punkte Rückstand auf den Zweitletzten – und gar 43 Zähler auf einen Playoff-Platz: In seiner ersten NLA-Saison seit dem Wiederaufstieg tat sich Rapperswil-Jona enorm schwer. Weniger Punkte als die St. Galler holte seit Einführung der Drei-Punkte-Regel in der Spielzeit 2006/2007 einzig Basel, der Absteiger von 2008.

In der bevorstehenden Meisterschaft müssen sie sich steigern, eine zweite solche Saison können sie sich kaum leisten. Schliesslich strebt Kloten nach einem missratenen ersten Jahr in der NLB den Aufstieg in den nächsten zwei Jahren an. In einer allfälligen Ligaqualifikation wären die Zürcher ein ernst zu nehmender Gegner für die Ostschweizer.

Neue Ausländer als Hoffnungsträger

Trainer Jeff Tomlinson, der in seine fünfte Saison mit Rapperswil-Jona steigt, möchte «in der Liga ankommen». Dem 49-jährigen Kanadier und dem Verein geht es darum, die grosse Lücke auf die Konkurrenz zu verkleinern – im Idealfall zu schliessen.

Rapperswil-Jona, das seit Mai mit dem ehemaligen NLA-Spieler Janick Steinmann einen neuen Sportchef hat, gelangen auf dem Transfermarkt keine grossen Würfe. In Anbetracht der schwierigen Saison sind den Ostschweizern aber ansprechende Zuzüge gelungen. Mit dem Tschechen Roman Cervenka und dem Amerikaner Andrew Rowe holten sie zwei spielstarke Mittelstürmer. Die Überlegungen dahinter: Tomlinson weiss, dass gute Center notwendig sind, um in der höchsten Liga Partien zu gewinnen.

Zu wenig Budget für starke Schweizer Stürmer

Dass Rapperswil-Jona keine Schweizer Mittelstürmer aus der NLA verpflichten konnte, liegt vor allem an der schwachen Leistung in der vergangenen Spielzeit. Ebenfalls eine Rolle spielt, dass der Verein budgetmässig am unteren Ende der Tabelle liegt. Daran änderte auch die Erhöhung des Budgets um eine Million Franken auf diese Saison nichts.

Die St.Galler befinden sich in einer Zwickmühle: Um attraktiver für Spieler, Sponsoren und Zuschauer zu werden, müssen sie erfolgreicher werden – vorerst muss ihnen das ohne starke Schweizer NLA-Stürmer gelingen.

Wie fit ist Roman Cervenka?

Cervenka, der zuletzt für die ZSC Lions und Freiburg spielte, soll den Angriff der St.Galler orchestrieren. Der Weltmeister von 2010 ist ein versierter Techniker mit Torinstinkt. Ist er fit, hat der 33-Jährige nach wie vor das Zeug zu den besten Spielmachern auf Schweizer Eis.

Zu seinem Gesundheitszustand gibt es allerdings Fragezeichen. In der vergangenen Spielzeit war er wegen einer Lungenembolie drei Monate ausgefallen und konnte deshalb nur 26 Spiele für die Zürcher bestreiten. Zudem war der Stürmer in der Vorbereitungsphase für diese Saison angeschlagen und verpasste viele Testspiele.

Mannschaft wählt Andrew Rowe zum neuen Captain

Auch von Rowe, der vergangene Saison mit Mora in die zweite schwedische Liga abgestiegen war, erhofft sich Tomlinson einiges. Wie wichtig der Amerikaner für das Team werden dürfte, zeigte sich schon im Sommer. Die Mannschaft wählte Rowe zum neuen Captain, als er noch nicht einmal drei Wochen bei der Equipe war.

Was im Angriff nicht gelang, schafften die Ostschweizer in der Verteidigung. Mit dem Schweiz-Kanadier Daniel Vukovic, Flurin Randegger und Mauro Dufner verpflichtete der Verein drei NLA-Spieler. Mit Dominik Egli stösst zudem ein talentierter Verteidiger hinzu, der über einen guten Schuss verfügt. Ein Element, das in der vergangenen Saison in Rapperswil-Jonas Defensive fehlte.

Mit Sieg im Cup gestartet

Ob die Transfers aber ausreichen, um die grosse Lücke auf die Konkurrenz zu schliessen oder zumindest erheblich zu verkleinern, wird die grosse Frage sein. In manchen Saisonprognosen wird den St.Gallern jedenfalls nicht mehr als der letzte Platz zugetraut.

Der Einstieg in die Saison ist Tomlinson und seiner Mannschaft zumindest gelungen. In der ersten Runde des Schweizer Cups setzten sich die Ostschweizer ausgerechnet bei Kloten mit 3:0 durch. Souverän war der Sieg nicht, in Gefahr stand er aber auch nie.

Für Rapperswil-Jona ist das ein Start, auf dem sich aufbauen lässt. Genauso klar ist, dass sich die Ostschweizer ab Freitag beim Meisterschaftsstart auf mehr Gegenwehr gefasst machen müssen. Dann treffen sie auswärts auf Meister Bern.

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