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EISHOCKEY: Pöbeleien sind Programm

Der HC Thurgau und der EHC Olten schenkten sich zum Playoff-Start nichts. Heute um 19.45 Uhr wollen die Oltner in Weinfelden Revanche für die 2:4-Auftaktniederlage – wohl mit jeglichen Mitteln.
Matthias Hafen
Die Thurgauer Toms Andersons (ganz links) und Cam Braes (ganz rechts) geraten im ersten Playoff-Spiel vor dem Oltner Tor in eine Schlägerei. (Bild: Urs Lindt/Freshfocus)

Die Thurgauer Toms Andersons (ganz links) und Cam Braes (ganz rechts) geraten im ersten Playoff-Spiel vor dem Oltner Tor in eine Schlägerei. (Bild: Urs Lindt/Freshfocus)

Matthias Hafen

matthias.hafen@thurgauerzeitung.ch

Eines blieb Thurgaus Trainer Stephan Mair besonders in Erinnerung aus dem ersten Playoff-Spiel am Sonntag: Als er in der 56. Minute plötzlich ohne seine kanadischen Stürmer dastand. Cam Braes hatte nach einer Massenschlägerei eine Fünfminutenstrafe kassiert und musste unter die Dusche. Jaedon Descheneau sass für zwei plus zwei Minuten auf der Strafbank. Weil der EHC Olten in gleichem Mass bestraft wurde und sogar noch mit zwei Minuten mehr, fielen die Strafen der beiden Ausländer für den HCT nicht ins Gewicht. Und für die weiteren Begegnungen hat Braes’ Restausschluss auch keine Konsequenzen. Aber Trainer Mair will das nicht noch einmal erleben. «Wir müssen lernen, mit den Provokationen des Gegners umzugehen», sagt der Südtiroler. «Sonst stehen wir plötzlich wieder ohne Ausländer da.»

Vor allem als die Oltner gegen Ende der Partie keine spielerischen Argumente mehr hatten, liessen sie vermehrt die Fäuste sprechen. Und das nicht zu knapp. In besagter Schlägerei, in die auch Braes und Descheneau verwickelt waren, prügelte Oltens Verteidiger Anthony Rouiller selbst dann noch auf Descheneau ein, als dieser längst auf dem Eis lag. Eine Aktion, mit der der HCT noch beim Verband vorstellig werden könnte, damit die Spieler besser geschützt werden.

«Eingeschüchtert sind wir deswegen nicht»

Für Thurgaus Trainer Mair sind Prügeleien im Playoff nicht per se ein Problem. «Es ist nicht meine Art, aber es gehört halt dazu.» Er wolle das auch nicht skandalisieren, habe aber mit der Mannschaft darüber gesprochen. «Wir müssen einfach cleverer sein als sie.» Das ist wohl mit ein Grund, weshalb Thurgaus Trainer nach dem Startsieg voll auf die Euphoriebremse drückt. «Es war ein idealer Auftakt für uns. Aber er birgt die Gefahr, dass du dich als Underdog nun ein klein bisschen zurücklehnst.» Passiere das heute im ersten Heimspiel der Best-of-7-Serie, «dann werden wir vom Gegner überrumpelt.»

Die Ruhe und Abgeklärtheit, mit der Thurgau beim 4:2-Sieg in Olten agierte, gefiel dem Trainer. Nur hat seine Mannschaft diese Saison immer wieder gezeigt, dass das zu Hause nicht im gleichen Mass möglich ist. «Es ist kein Zufall, dass wir sieben Siege in Serie auf fremdem Eis errungen haben», so Mair.

Stürmer Lars Neher ist aber überzeugt, dass der HC Thurgau auch vor eigenem Publikum abgeklärt auftreten wird. «Wir sind überhaupt nicht nervös.» Und selbst die Pöbeleien der Oltner Spieler habe ihnen nicht imponiert. «Es ist Playoff-Zeit. Die Schlägereien gehörten wohl zum Plan des EHC Olten – vor allem im Hinblick auf das nächste Spiel», so der Torschütze vom Sonntag. «Eingeschüchtert sind wir deswegen nicht.»

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