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EISHOCKEY: Olten gelingt gegen Thurgau die Wende

Wieder gewinnt bei Olten gegen Thurgau die Mannschaft, welche die längste Zeit in Rückstand liegt. Diesmal schaffen die Oltner die Wende vom 0:3 zum 4:3 nach Verlängerung. In der Best-of-7-Serie führen sie 3:2.
Matthias Hafen, Olten
Der Anfang vom Ende: Oltens Kanadier MacGregor Sharp bezwingt Janick Schwendener im Powerplay zum 1:3. (Bild: Marc Schumacher/freshfocus (freshfocus))

Der Anfang vom Ende: Oltens Kanadier MacGregor Sharp bezwingt Janick Schwendener im Powerplay zum 1:3. (Bild: Marc Schumacher/freshfocus (freshfocus))

So süss der sonntägliche Sieg, so bitter die Niederlage vom Mittwochabend. Bis zur 51. Minute lag der HC Thurgau im fünften Playoff-Spiel gegen den EHC Olten 3:0 vorne. Dann ereilte die Thurgauer das gleiche Schicksal wie die Oltner zuletzt in Weinfelden. Bis zur 58.Minute gaben die Gäste die Führung und den fast schon sicher geglaubten dritten Sieg in der Best-of-7-Serie aus der Hand. In der Verlängerung brauchte Jewgeni Schirjajew dann gerade einmal 14 Sekunden, um Oltens Wende zu vollenden.

Damit steigt der HCT am Freitag um 19.45 Uhr mit dem Messer am Hals in die sechste Begegnung. Verlieren die Thurgauer vor heimischem Publikum ein weiteres Mal, dann ist die Saison für sie zu Ende. Doch wenn diese Playoff-Serie bislang unter einem Motto stand, dann unter diesem: «Wer zuletzt lacht, lacht am besten». Und das lässt hoffen.

Mit Brunners Strafe kippt die Partie

Denn mit dem 4:3 nach Verlängerung hat der EHC Olten wieder Feuer gefangen. Ein Feuer, das im Kleinholz in der 51. Minute entfacht wurde, als MacGregor Sharp im Powerplay zum 1:3 traf. Der Kanadier nutzte die dritte Unterzahl der Thurgauer, die erste und einzige im letzten Drittel, als Adrian Brunner wegen eines Stockschlags auf der Strafbank sass. Hatten die Oltner zuvor keinen Puck an HCT-Goalie Janick Schwendener vorbeigebracht, so änderte sich dies nun mit der lautstarken Unterstützung des Publikums schlagartig. In der 53.Minute rettete Schwendener noch einmal grandios gegen Martin Ulmer, drei Minuten später war er bei einem Ablenker von Topskorer Silvan Wyss aber machtlos. Es stand 2:3, und man musste nun ernsthaft um den HC Thurgau bangen. Ein Time-out hätte der Mannschaft gutgetan, so schien es von der Tribüne. Doch es wurde weitergespielt. Und so kam es, wie es kommen musste: Stanislav Horansky glich die Partie in der 58. Minute mit einem Weitschuss aus. Und weil die Gäste längst von ihren eigenen kleinen Fehlern eingeholt worden waren, dauerte die Verlängerung keine 20 Sekunden. Thurgaus Verteidiger David Wildhaber vertändelte hinter dem eigenen Tor die Scheibe, Oltens Schirjajew profitierte.

Gleich mehrmals die Entscheidung verpasst

Die Niederlage ist für Thurgau auch deshalb so bitter, weil der Aussenseiter vor Oltens Rückkehr mehrmals die Chance gehabt hätte, die Partie vorzuentscheiden. In der 47. Minute hatte Jaedon Descheneau nur noch Matthias Mischler vor sich, brachte es aber fertig, den Puck unter dem Oltner Goalie zu begraben. Und als Andri Spiller zwei Minuten später mit Descheneau auf Mischler loszog, wäre der Querpass auf den freien Teamkollegen die bessere Entscheidung gewesen.

So blieben am Ende die Tore von Descheneau und zweimal Cam Braes ohne Wert. Die beiden Kanadier hatten den HCT in der siebten Minute innert 28 Sekunden 2:0 in Führung gebracht. Und kurz nach Spielmitte hatte Braes mit dem 3:0 im Powerplay für zusätzlich Ruhe gesorgt. Ruhe, die der Mannschaft gegen Ende abhandengekommen war.

So liegt es nun am HC Thurgau, mit einer Niederlage der ganz bitteren Sorte richtig umzugehen. Verloren ist für die Ostschweizer in diesem hochspannenden Playoff-Viertelfinal freilich noch nichts. Denn erst wer zuletzt lacht, lacht am besten.

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