EISHOCKEY: Langnau hofft weiter

Langnau gewinnt im Penaltyschiessen dank Ville Koistinen mit 4:3 gegen Kloten. Davos festigt derweil Position fünf, die Bündner siegen gegen Ambri 3:2.

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Langnaus Goalie Damiano Ciaccio muss sich zum 3:3 bezwingen lassen. Dennoch reicht es den Emmentalern zum Sieg nach Penaltyschiessen gegen Kloten, einen direkten Mitkonkurrenten im Kampf um die Playoff-Plätze. (Bild: Marcel Bieri/KEY)

Langnaus Goalie Damiano Ciaccio muss sich zum 3:3 bezwingen lassen. Dennoch reicht es den Emmentalern zum Sieg nach Penaltyschiessen gegen Kloten, einen direkten Mitkonkurrenten im Kampf um die Playoff-Plätze. (Bild: Marcel Bieri/KEY)

Innerhalb von 24 Stunden hat Langnau gegen Kloten vier von sechs möglichen Punkten gewonnen und ihren Traum von der zweiten Playoff-Teilnahme der Clubgeschichte zumindest verlängert. Nach Verlustpunkten sind die Emmentaler nur drei Zähler hinter Lugano plaziert, haben in den letzten fünf Runden allerdings das Handicap der 1:3-Bilanz in den Direktbegegnungen wettzumachen. Erschwerend kommt hinzu, dass die Mannschaft von Heinz Ehlers ­einen äusserst schwierigen Schlussparcours vor der Brust hat – unter anderem mit Spielen gegen das Top-Trio Bern, Zürich und Zug sowie Davos.

Eine noch bessere Ausgangslage entglitt Langnau in der letzten Minute wegen einer Strafe gegen Sven Lindemann. Der Stürmer verschaffte in seinem 1000. NLA-Spiel den Klotenern eine letzte Powerplay-Gelegenheit, die Drew Shore 56 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit verwertete. Mehr gestanden die mehrheitlich überlegenen Einheimischen den Zürchern nicht zu, die im Penaltyschiessen in fünf Anläufen gescheitert waren. Vier Tage nach dem Cupsieg ist die Euphorie in Kloten damit der Ernüchterung gewichen. Die in der Offensive durchaus passabel besetzte Equipe wird die Playoffs in der Saison des rigorosen Sparkurses wohl verpassen.

Ambri und Fribourg spielen gegen den Abstieg

Die formstarken Davoser zele-brierten beim 3:2 gegen Ambri den achten Sieg der letzten zehn Runden. Die Tessiner spielen endgültig gegen den Abstieg, jedoch ist ihnen anzurechnen, sich im Rahmen ihrer limitierten Ressourcen maximal gegen die unwiderruf­liche Degradierung in die Abstiegsrunde gewehrt zu haben. In der Szene des Tages profitierte der mit 20 Treffern gefährlichste Davoser Stürmer Marc Wieser von der perfekten Vorlage des Abwehrchefs Beat Forster und traf zum 3:2-Endstand.

Die Schwankungen Luganos sind bemerkenswert – in jeglicher Beziehung. Am Tag nach dem blamablen 1:4 im Derby überraschten die dominanten ­Bianconeri das drittklassierte Zug zunächst mit einem Schaulaufen, das in den Reihen der ­Tifosi keine Wünsche offenliess. 4:0 führten die Südschweizer nach 38 Minuten. Dann ebbten die Druckwellen plötzlich ab, Lugano leistete sich Aussetzer und Strafen, Zug drehte auf. Sandro Zangger leitete den Aufschwung ein, ehe David McIntyre mit zwei Powerplay-Toren späte Turbulenzen auslöste. Erst Doppel-Torschütze Damien Brunner gelang es 68 Sekunden vor Schluss, die Innerschweizer mit einem Schuss ins leere Tor zum 5:3-Schlusstand zu stoppen.

Am Samstag beim 3:1 in Biel hatte Servette im Mitteldrittel mit zwei Toren die Differenz gebracht. Gegen Fribourg dauerte es nur sechseinhalb Minuten, bis die druckvoll aufspielenden Genfer gegen den defensiv phasenweise inferioren Gegner 2:0 vorne lagen. Erst als die Genfer nach dem 4:0 in der 42. Minute durch Francis Paré, der im dritten Spiel seinen zweiten Treffer erzielte, etwas nachliessen, konnte Fribourg Resultatkosmetik betreiben. Mit dem 6:3, dem vierten Sieg in Folge, kann das Genfer Team von Chris McSorley die Playoffs planen. Fribourg aber wird zum zweiten Mal in drei Jahren die Playoffs verpassen. (sda)