Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

EISHOCKEY: Kontrolliert in die Niederlage

Der HC Thurgau verliert im letzten Qualifikationsspiel in La Chaux-de-Fonds 2:4. Damit gibt er den Heimvorteil in den Playoff-Viertelfinals ab, trifft aber auf den EHC Olten, der so etwas wie der Wunschgegner war.
Matthias Hafen
Im dritten Playoff-Spiel gegen Wil können die favorisierten Frauenfelder erstmals jubeln. (Bild: Mario Gaccioli)

Im dritten Playoff-Spiel gegen Wil können die favorisierten Frauenfelder erstmals jubeln. (Bild: Mario Gaccioli)

Matthias Hafen

matthias.hafen@thurgauerzeitung.ch

Die Aufstellung des HC Thurgau fürs gestrige Auswärtsspiel in La Chaux-de-Fonds sprach Bände. Der kanadische Center Cam ­Braes, bis dahin bester Torschütze des Teams, sowie Verteidiger Simon Schnyder, einer der wichtigsten Pfeiler der Defensive, wurden krank gemeldet. Sie ­reisten erst gar nicht mit in den Neuenburger Jura. Und wer da war, der schaute in erster Linie, dass er sich eine Woche vor Playoff-Beginn nicht noch eine Verletzung einfing. Zwei Zweiminutenstrafen gegen die Chaux-de-Fonniers und drei gegen die Thurgauer zeugten nicht gerade von einem Fight, in dem es um ­alles ging.

Dabei stand für beide Mannschaften viel auf dem Spiel. Mit einem Sieg konnte sich La Chaux-de-Fonds nach dem sportlichen Turnaround in der letzten Qualifikationsrunde noch den Heimvorteil im Playoff sichern. Jenen Vorteil, den der HCT mit einem Auswärtssieg hätte verteidigen können. Doch dann wäre es in der Viertelfinalserie wieder gegen die Neuenburger gegangen – ein Team, das in den letzten 14 Partien elfmal gewonnen hat.

Olten noch nicht ganz aus der Krise

Im Thurgau wird man deshalb nicht unglücklich sein, dass in der Best-of-7-Serie ab Sonntag der EHC Olten wartet. Zwar liegt der Heimvorteil bei den Solothurnern, doch sind die sportlichen Aussichten für die Ostschweizer nicht schlecht. In Olten kriselt es seit längerem. Zuletzt entliess der selbsternannte Aufstiegskandidat Trainer Bengt-Ake Gustafsson, kam aber auch gestern nur mit Ach und Krach zu einem 3:1-Heimsieg gegen den Tabellenletzten Ticino Rockets. Es sind solche Playoff-Gegner, die man sich als Aussenseiter wünscht. Zumal die Reiserei zwischen Weinfelden und Olten viel angenehmer sein wird für die Thurgauer als die Fahrten nach La Chaux-de-Fonds. Und wer sieben Auswärtssiege aneinanderreiht wie der HCT Anfang Jahr, der braucht einen Playoff-Start auf fremdem Eis nicht zu fürchten. Auch punkto Zuschauer dürfte Olten das bessere Los sein.

Andri Spiller zweifacher Torschütze

So erstaunte es nicht, dass der HC Thurgau gestern in La Chaux-de-Fonds nicht mehr Vollgas gab. Nach sechs Minuten und einem 0:2-Rückstand war die Partie eigentlich bereits entschieden. Einzig der vom EHC Kloten abgeworbene Andri Spiller zeigte mit zwei schönen Treffern, dass er im Playoff ein Schlüsselspieler sein wird. An der kontrollierten Niederlage des HCT änderten seine Tore aber nichts. Wobei sich auch das Heimteam nicht sonderlich Mühe gab, zu gewinnen. Zu viel steht ab kommendem Sonntag auf dem Spiel. In einer solchen Situation sein Pokerface zu zeigen ist mehr als legitim.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.