Eishockey
Gelungener NHL-Saisonauftakt für Timo Meier und Kevin Fiala: Die beiden Ostschweizer gewinnen mit ihren Teams

Je ein 4:3-Sieg: Der Herisauer Timo Meier und der Zuzwiler Kevin Fiala sind mit San Jose respektive Minnesota erfolgreich in die Saison gestartet. Beide Stürmer blieben ohne Skorerpunkt, kamen aber auf viel Eiszeit.

Tim Frei
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Schenken sich beim ersten NHL-Saisonstart nichts: Timo Meier (in Weiss) kämpft gegen Clayton Keller um den Puck.

Schenken sich beim ersten NHL-Saisonstart nichts: Timo Meier (in Weiss) kämpft gegen Clayton Keller um den Puck.

Bild: Ross D. Franklin / AP (Glendale, 14. Januar 2021)

Auf diesen Moment mussten Timo Meier und Kevin Fiala lange warten: Die erste NHL-Partie seit mehreren Monaten - Meier war gar über 300 Tage ohne Ernstkampf. In der Nacht auf Freitag war es für die beiden Ostschweizer mit dem Saisonstart in der NHL endlich soweit. Beide Stürmer setzten sich mit ihren Teams mit 4:3 durch: Meier und San Jose nach Penaltyschiessen, Fiala und Minnesota nach Verlängerung.

Der 24-jährige Meier hatte mit den Kaliforniern bis kurz vor Schluss wie der sichere Sieger im Auswärtsspiel gegen Arizona ausgesehen, doch Meier und San Jose mussten mit zwei Gegentreffern in den letzten 210 Sekunden noch den Ausgleich hinnehmen. Besonders bitter: Das 3:3 kassierten sie erst 3,2 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit.

Meier gab kurz vor Ende der Verlängerung seinen einzigen Schuss ab

Seinen einzigen Schuss der Partie gab Meier in den letzten Sekunden der Verlängerung ab. Der Herisauer kam auf eine Eiszeit von 17 Minuten und 29 Sekunden, teilte zwei Checks aus und ging mit einer neutralen Bilanz vom Eis.

Zu einem Skorerpunkt reichte es Meier zum Start seiner fünften NHL-Saison nicht. Bereits in den vergangenen drei Spielzeiten war er beim Auftakt punktelos geblieben. In seinem ersten NHL-Spiel überhaupt, am 16. Dezember 2016 in Montreal, war er gleich auf Anhieb erfolgreich gewesen und hatte sein erstes Tor in der besten Liga der Welt erzielt.

Im Sommer 2020 hat Meier im Interview mit dem St. Galler Tagblatt betont, dass er als Teamspieler nochmals einen Schritt machen müsse. Jetzt, wo der Leitwolf Joe Thornton nach Toronto gewechselt hat, möchte der Ostschweizer mehr Verantwortung übernehmen und der Mannschaft auf und neben dem Eis helfen, so viele Erfolge wie möglich zu feiern. Insofern war der Auftakt ein guter erster Schritt.

Im Powerplay stand kein Teamkollege länger auf dem Eis als Fiala

Auch Kevin Fiala verzeichnete beim 4:3-Erfolg seines Teams Minnesota auswärts gegen Los Angeles keinen Skorerpunkt. Dass es bei ihm wie bei Meier aber eine Frage der Zeit sein dürfte, zeigt der Blick auf die Statistik: Fialas sieben Schüsse waren der Bestwert seiner Mannschaft.

Nach kurzem Trainingscamp ging es für den Ostschweizer NHL-Stürmer Kevin Fiala mit dem ersten Saisonspiel so richtig los.

Nach kurzem Trainingscamp ging es für den Ostschweizer NHL-Stürmer Kevin Fiala mit dem ersten Saisonspiel so richtig los.

Bild: Elizabeth Flores/AP (St. Paul, 4. Januar 2020)

Die Erwartungen an den 24-jährigen Zuzwiler sind nach seiner bisher besten NHL-Saison gestiegen. Viele US-Journalisten trauen Fiala zu, zum entscheidenden Faktor für eine Playoff-Qualifikation Minnesotas zu werden. Vergangene Saison war er wie Meier Topskorer seiner Mannschaft.

Dass Fiala in der Teamhierarchie tatsächlich aufgestiegen ist, bewies bereits das erste Spiel gegen Los Angeles. Mit einer Eiszeit von 21 Minuten und 12 Sekunden war er der am zweitmeisten eingesetzte Stürmer von Minnesota. In Überzahl stand kein Mitspieler länger auf dem Eis als Fiala mit seinen 7 Minuten und 51 Sekunden. Für den Stürmer, dessen Vertrag im Sommer ausläuft, war es also trotz null Skorerpunkten ein verheissungsvoller Start.

Am Samstag geht es weiter – nächstes Wochenende treffen Meier und Fiala erstmals aufeinander

Für Meier und Fiala geht es bereits am Samstagabend beziehungsweise in der Nacht auf Sonntag mit der nächsten Partie weiter. Und dies erneut auswärts gegen die gleichen Gegner wie im Startspiel. Aufgrund der Coronapandemie wurde ein neuer NHL-Modus erstellt. So bestreitet jedes Team 56 statt 82 Partien. Zudem treffen die Klubs nur auf ihre Gegner in den Divisionen, die jeweils aus acht, beziehungsweise sieben Teams bestehen.

Aus diesem Grund kommt es in den Divisionen mit acht Mannschaften für jedes Team zu sieben Aufeinandertreffen gegen den gleichen Gegner. So etwa auch in der West Division, in der die Teams von Meier und Fiala eingeteilt sind. Die beiden Ostschweizer spielen bereits nächste Woche erstmals gegeneinander. Dies gleich zweimal: Am 22. und 24. Januar in Minnesota.