EISHOCKEY: Fischer setzt den Fokus aufs Powerplay

Das Schweizer Nationalteam hat die Vorbereitung auf die WM in Dänemark in Angriff genommen. Nach der Enttäuschung an den Winterspielen in Pyeongchang ist Wiedergutmachung angesagt.

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Nach dem Forfait der NHL hatten sich die Schweizer einige Hoffnungen auf einen Exploit in Südkorea gemacht. Umso grösser war die Ernüchterung nach dem Ausscheiden im Achtelfinal gegen den späteren Finalisten Deutschland. Nationalcoach Patrick Fischer sprach von einer «harten Erfahrung. Es brauchte eine gewisse Zeit, um wieder auf dem Damm zu sein.» Die Gründe für das Scheitern waren offensichtlich: die «Special Teams» und fehlendes Tempo. «Vom System her werden wir nicht gross etwas ändern», so Fischer. «Das war nicht das Hauptproblem. Die Spieler kennen es.» Deshalb will er mehr Zeit ins Powerplay investieren. «Wir haben die Tendenz, es zu schön machen zu wollen. Wir müssen einfacher spielen und noch mehr Scheiben aufs Tor bringen.» So simpel das altbekannte Rezept tönt, so schwierig ist die Umsetzung. Damit das Powerplay diesmal funktioniert, liess sich Fischer von den Tampa Bay Lightning inspirieren, die in Überzahl mit ihrer Geradlinigkeit ein gutes Beispiel darstellen.

Fischer setzt in der ersten Vorbereitungswoche bloss auf zwei Goalies, sechs Verteidiger und elf Stürmer, damit der Rhythmus von Anfang an hoch ist. Was erwartet er von seinen Spielern in den beiden Partien heute und morgen in Pribram gegen Tschechien? «Wir wollen von Anfang an sehen, dass wir bissig, hart­näckig, geradlinig, schnell und schlau spielen. In Südkorea sind wir mehr quer als gerade gelaufen.»

Auf Verstärkung aus der NHL angewiesen

Vor einer WM stellt sich immer die Frage nach NHL-Verstärkungen. Sicher nicht dabei sind die verletzten Sven Bärtschi und Luca Sbisa. Alle anderen haben Fischer das Commitment für eine WM-Teilnahme gegeben. Mit Ausnahme von Denis Malgin von den Florida Panthars, befinden sich allerdings alle Teams mit möglichen Schweizer WM-Kandidaten derzeit auf Playoff-Kurs oder sind bereits qualifiziert. «In der ersten Runde dürfte es aber den einen oder anderen erwischen», sagt Fischer.

Beim 19-jährigen Erstrunden-Draft Nico Hischier ist jedoch fraglich, ob er die Freigabe von den New Jersey Devils erhalten würde. Klar ist, dass Fischer Verstärkungen aus der NHL dringend gebrauchen kann. Schliesslich will er nicht an seinem vierten grossen Turnier als Teamverantwortlicher zum dritten Mal die angestrebten Viertelfinals verpassen. (sda)