EISHOCKEY: Eine Strafe im dümmsten Moment

Ein guter Start und eine Aufholjagd im Schlussabschnitt reichen nicht aus, um Ajoie auch im dritten Direktduell zu besiegen. Am Ende resultiert ein 3:5 und die Erkenntnis, dass Platz vier wohl ein zu hohes Ziel ist.
Matthias Hafen, Pruntrut
Starker Rückhalt: Pascal Caminada war ein valabler Ersatz für Janick Schwendener. (Bild: André Twerenbold (La Chaux-de-Fonds, 26. November 2017))

Starker Rückhalt: Pascal Caminada war ein valabler Ersatz für Janick Schwendener. (Bild: André Twerenbold (La Chaux-de-Fonds, 26. November 2017))

Matthias Hafen, Pruntrut

matthias.hafen@thurgauerzeitung.ch

Pascal Caminada konnte einem Leid tun. Zum zweiten Mal vertrat der Ersatzgoalie des SC Bern Janick Schwendener im Tor des HC Thurgau – und wie schon in La Chaux-de-Fonds musste er auch in der Ajoie als Verlierer vom Eis. Dabei hatte Caminada eine grandiose Partie gespielt und den HCT mit seinen Paraden selbst dann im Spiel gehalten, als die Ostschweizer von den Jurassiern im Mitteldrittel regelrecht überrollt wurden. Eigentlich hatte die ganze Mannschaft nach 60 Minuten Mitleid verdient. Zwar brach der HCT nach einem guten Start und einem Shorthander von Jaedon Descheneau einmal mehr im Mittelabschnitt ein, doch kämpfte er sich mit viel Herzblut und Engagement zurück.

Den 1:3-Rückstand nach 40 Minuten machten Eric Arnold sowie Topskorer Andri Spiller mit einem Powerplaytreffer bis zur 50. Minute wieder wett. Doch als Michael Loosli dreieinhalb Minuten vor Schluss wegen Behinderung des gegnerischen Goalies auf die Strafbank musste, wurden die schlimmsten Befürchtungen wahr: Jordan Hauert nutzte ein Zuspiel der Kanadier Philip-Michael Devos und Jonathan Hazen zum entscheidenden 4:3.

Hazen und Devos nicht zu bändigen

Weil nur Sekunden später auch Ajoies Mathieu Maret auf die Strafbank musste, bekam Thurgau seine letzte Chance. Doch selbst mit einem zusätzlichen Feldspieler anstelle von Goalie Caminada brachten die Ostschweizer nichts mehr zustande. Auch, weil in den entscheidenden Momenten zu oft die falschen Entscheidungen getroffen werden. So landete im 6-gegen-4-Powerplay ein Zuspiel von Verteidiger Mike Küng direkt in der Schaufel von Devos, der seinen Sturmpartner Hazen bediente, was zum 5:3 ins leere Tor führte. Die beiden Kanadier des HC Ajoie waren bereits an allen drei Toren des Heimteams im Mitteldrittel beteiligt gewesen.

Mit einem Auswärtssieg gegen den Tabellennachbarn Ajoie wäre der NLB-Fünfte Thurgau wieder ganz nahe an Platz vier gekommen, den Jurassiern bis auf zwei Punkte auf die Pelle gerückt. Zweimal hatten die Thurgauer Ajoie in dieser Saison schon bezwungen. Zum dritten Coup kam es nicht. Zu überlegen traten die mittlerweile deutlich erstarkten Jurassier auf.

Thurgau fällt auf Platz sieben zurück

Vor dem heutigen Heimspiel gegen Visp (17.30 Uhr, Güttingersreuti) sind aus Thurgauer Sicht wieder die hinteren Tabellenränge im Fokus. Denn weil die Walliser gestern Abend gewonnen haben (ebenso wie La Chaux-de-Fonds) fiel der HCT in der NLB-Tabelle auf Platz sieben zurück. Von hier ist es nicht mehr weit bis zum Strichkampf.

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