EISHOCKEY: Ein schlechter Start

Die Schweizer Nationalmannschaft beginnt die WM-Vorbereitung mit einer 2:5-Auswärtsniederlage gegen Tschechien.

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Der für Fribourg spielende Killian Mottet (links) erzielt sein erstes Tor für die Schweizer Nationalmannschaft. (Bild: Anthony Anex/KEY)

Der für Fribourg spielende Killian Mottet (links) erzielt sein erstes Tor für die Schweizer Nationalmannschaft. (Bild: Anthony Anex/KEY)

Die Schweizer gerieten bis zur 26. Minute 0:3 in Rückstand. War beim zweiten Gegentreffer etwas Pech dabei, ging dem 0:3 von Doppeltorschütze Roman Horak ein haarsträubender Fehlpass von Captain Reto Suri voraus. Überhaupt fehlte den Gästen zu Beginn in der Defensive die Abstimmung, schwammen sie zeitweise. Danach steigerten sich die Schweizer, trotz guter Chancen dauerte es aber bis zur 45. Minute, ehe sie zum ersten Mal jubeln konnten. Das Tor erzielte Yannick-Lennart Albrecht im Powerplay mit einem Ablenker. Der Center, der auf die kommende Saison hin von Langnau zu Zug wechselt, war im fünften Länderspiel zum ersten Mal erfolgreich.

Zu einer Tor-Premiere im sechsten Einsatz für die Nationalmannschaft kam auch Killian Mottet, der nach dem Forfait des verletzten Lino Martschini nachnominiert worden war. Der Stürmer von Fribourg reüssierte nur 19 Sekunden nach dem 1:4 von Robin Hanzl, der in Überzahl getroffen hatte. Und es war ein sehr frecher Treffer von Mottet, bezwang er doch den tschechischen Goalie Dominik Furch von hinter der Torlinie. Genau solche «dreckigen» Tore will der Schweizer Nationalcoach Patrick Fischer vermehrt sehen.

Steigerung in der zweiten Spielhälfte

«Zu Beginn hatten wir Mühe mit dem Tempo», sagte Fischer. «Danach spielten wir mit mehr Vertrauen, nahmen wir die Zweikämpfe besser an und trafen bessere Entscheide. Mit dieser jungen Mannschaft können wir mit den letzten 40 Minuten zufrieden sein.» Die Steigerung nach der ersten Pause unterstreicht die Statistik: Brachten die Schweizer in den ersten 20 Minuten bloss vier Torschüsse zustande, waren es am Ende 27. Die Osteuropäer totalisierten die gleiche Anzahl. In der Schlussphase riskierte Fischer alles, ersetzte Torhüter Joren van Pottelberghe bereits 3:34 Minuten vor dem Ende bei einer Strafe durch einen sechsten Feldspieler. (sda)