EISHOCKEY: Ein kapitaler Sieg

Thurgau gewinnt gegen Winterthur 4:1 und blickt nun voller Hoffnung dem NLB-Playoff entgegen. Acht Punkte beträgt das Polster auf die Konkurrenz.

Matthias Hafen
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Die starke Leistung der Thurgauer wurde belohnt: Gegen die Winterthurer siegten sie 4:1. (Bild: SPORTS-MEDIA.ch / Alessandro Santarsiero)

Die starke Leistung der Thurgauer wurde belohnt: Gegen die Winterthurer siegten sie 4:1. (Bild: SPORTS-MEDIA.ch / Alessandro Santarsiero)

Matthias Hafen

Hockey Thurgau hat das Eldorado vor Augen. Acht Runden vor Ende der Qualifikation beträgt der Vorsprung des Tabellenachten auf die Konkurrenz unter dem Trennstrich acht Punkte und mehr. Dies, weil am gestrigen Abend alles für Thurgau lief. Die Mannschaft von Trainer Stephan Mair besiegte nicht nur das neuntplazierte Winterthur im Direktvergleich souverän. Indem die EVZ Academy überraschend beim Tabellenletzten GCK Lions verlor, wurden weitere Konkurrenten um dem achten und letzten Playoff zurückgebunden.

Trotzdem zeichnet sich in den letzten Runden der NLB-Qualifikation ein echter Krimi ab. Thurgau hat schon ein Spiel mehr ausgetragen als die Teams aus Winterthur und Zug. Und das Restprogramm der Ostschweizer ist um einiges schwieriger. Doch der Vorsprung von mittlerweile acht Punkten gibt Hoffnung auf eine neuerliche Playoff-Teilnahme des NLB-Teams aus Wein­felden.

Vierter Sieg in Serie für Hockey Thurgau

Denn ebenso wichtig wie das Punktepolster gegenüber der Konkurrenz ist das Selbstvertrauen, das die Thurgauer derzeit besitzen. Der gestrige Sieg gegen Winterthur war der vierte in Folge. Und dass Spiele gegen direkte Konkurrenten nicht einfach zu gewinnen sind, zeigte etwa die 3:7-Niederlage gegen Biasca vor zehn Tagen. Insofern ist es den Thurgauern hoch anzurechnen, dass bei der gestrigen Affiche die Nerven hielten. Die Mannschaft war von ihrem Trainerduo Mair/Winkler hervorragend auf den Gegner eingestellt worden. Und selbst als die Bemühungen im Mittel- und im Schlussdrittel den 2:1-Vorsprung aus dem Startabschnitt zunächst nicht anwachsen liessen, harrte das Heimteam ruhig in seinem Spielsystem aus.

Die Differenz machten die Thurgauer schliesslich mit ihrer Disziplin. Und das ist ebenso überraschend wie erfreulich. Denn für einmal war es der Gegner, der sich mit zu vielen Strafen am Ende der Partie selber aus dem Spiel nahm. Winterthur kassierte im Schlussabschnitt vier Zweiminutenstrafen, während die Thurgauer nicht mehr auf die Strafbank mussten.

Zwar nutzte Mairs Equipe die Überzahlspiele nicht direkt. Doch gewannen sie in diesen Minuten die Oberhand zurück.

Vaskivuo ebnet den Weg mit einem Shorthander

Adrian Brunner und Toms Andersons sorgten mit dem 3:1 in der 54. Minute dafür, dass die Frage über den Ausgang der Partie noch früher als gedacht beantwortet war. Geprägt war die Begegnung jedoch von einem kuriosen Tor ganz zu Beginn. Mike Vaskivuo brachte Thurgau in der achten Minute in Führung – und das mit einem Shorthander. Just als Winterthur in Überzahl einen Angriff auslösen wollte, fuhren zwei Zürcher ineinander. Die komikhafte Einlage offerierte Vaskivuo die Möglichkeit, dem Gegner den Puck abzuluchsen und den verdutzten Gäste-Goalie Remo Oehninger zum 1:0 zu bezwingen.