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EISHOCKEY: Duell an der Bande

In der Playoff-Serie zwischen Olten und dem HC Thurgau stehen sich zwei italienische Trainer gegenüber. Chris Bartolone hat die besseren Spieler, Stephan Mair holt dafür mehr aus seinen heraus.
Matthias Hafen
Thurgaus Headcoach Stephan Mair gilt unter den Spielern als harter, aber fairer Trainer. (Bilder: Daniela Frutiger/Freshfocus)

Thurgaus Headcoach Stephan Mair gilt unter den Spielern als harter, aber fairer Trainer. (Bilder: Daniela Frutiger/Freshfocus)

Matthias Hafen

matthias.hafen@thurgauerzeitung.ch

2:2 steht es in der Best-of-7-Serie zwischen dem EHC Olten und dem HC Thurgau. Und wenn heute um 19.45 Uhr im Oltner Kleinholz die fünfte Partie dieses NLB-Viertelfinals angepfiffen wird, dann steht im Vornherein fest: Beeinflusst wird die Sache auch von der Trainerbank aus.

Auf der einen Seite Oltens Chris Bartolone, 48-jähriger Italo-Amerikaner mit Vergangenheit als Verteidiger der italienischen Nationalmannschaft, als Headcoach ein Neuling. Auf der anderen Seite Thurgaus Stephan Mair, 50-jähriger Südtiroler, von 2014 bis 2017 Cheftrainer des italienischen Nationalteams und mit allen Wassern gewaschen. Der grösste Unterschied zwischen den beiden: Bartolones Zukunft hängt direkt von Oltens Playoff-Verlauf ab. Erfüllt er die Erwartungen nicht – und die sind weit höher als ein Viertelfinal-Aus gegen Thurgau –, dann wird es eng für ihn.

Spieler entwickeln sich unter Trainer Mair

Der HC Thurgau dagegen gab just vor Playoff-Beginn die Vertragsverlängerung um ein Jahr mit Headcoach Mair und dessen Assistenten Benjamin Winkler bekannt. Ein geschickter Schachzug. Damit erübrigten sich jegliche Spekulationen, die die Mannschaft ablenken könnten. Und Mair ist bislang ein Glücksfall für den HCT. 2016 gekommen, nachdem Christian Wohlwend für eine Karriere beim Schweizer Verband kurzfristig ausgestiegen war, brachte der Südtiroler den Erfolg in den Thurgau zurück. 2017/18 schloss der NLB-Club die Qualifikation so erfolgreich ab wie seit 14 Jahren nicht mehr. Grossen Anteil am Erfolg hat Mairs Gespür für gute Ausländer. Er war es, der die Kanadier Jaedon Descheneau und Cam Braes als Rohdiamanten von Nordamerika nach Europa geholt hatte.

Und auch bei Schweizer Spielern ist unter Mairs Ägide eine positive Entwicklung zu sehen. Andri Spiller, der kommende Saison für den NLA-Club Kloten auf Torjagd gehen wird, Michael Loosli oder Joel Moser sind nur drei Beispiele von vielen für Mairs erfolgreiches Schaffen in der Ostschweiz. Der HCT-Trainer gilt unter den Spielern als harter Hund. Aber auch als fairer Selektionär. Mair arbeitet akribisch, hat den Blick für jedes Detail und nimmt seine Aufgabe ernst. Letzteres ist auch an seiner oft grimmigen Miene zu erkennen, die jedoch mehr die Konzentration des Trainers als dessen Laune ausdrückt. Wer mit Mairs Art umgehen kann, wird als Spieler unweigerlich davon profitieren.

Eine Bindung auf Vertrauen und Respekt

Vielmehr als bei Olten, glaubt man bei Thurgau auch eine Bindung zwischen der Mannschaft und dem Trainer zu erkennen. Eine, die auf Vertrauen und Respekt basiert. Diese zu erarbeiten, ist für Bartolone, der erst im Februar nach der Freistellung von Bengt-Ake Gustafsson vom Assistenten zum Cheftrainer befördert wurde, verständlicherweise schwierig. Doch es ist unter anderem diese Bindung, die Thurgaus Wende vom 2:5 zum 6:5 am Sonntag möglich gemacht hat. Dank ihr ist der HCT mehr denn je in der Viertelfinalserie drin.

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