EISHOCKEY: Die Form stimmt

Auch im zweiten Testspiel gegen Nischni Nowgorod aus der KHL versteckt sich der HC Thurgau nicht. Es resultiert ein 1:4.

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Thurgaus Goalie Jannick Schwendener stand immer wieder im Mittelpunkt. (Bild: Mario Gaccioli)

Thurgaus Goalie Jannick Schwendener stand immer wieder im Mittelpunkt. (Bild: Mario Gaccioli)

Im ersten Drittel lief alles wie ­erwartet: Die russischen Profis überfuhren die Thurgauer NLB-Eishockeyaner Mal um Mal. Es machte den Anschein, als wäre die Partie extra für HCT-Goalie Jannick Schwendener angesetzt worden. Weil die Nummer 92 im Tor aber gewohnt sicher hielt, drehte der Wind im Mitteldrittel.

Nischni Nowgorod, das in der russischen Profiliga zum Mittelmass gehört, gelang in der 17. Minute das 1:0. Der frühere Servette-Stürmer Kaspars Daugavins brachte den haushohen Favoriten in der Kreuzlinger Bodensee-­Arena in Führung. Doch der HC Thurgau kam zu Chancen. Dank beharrlicher Abwehrarbeit und gleichzeitig viel Zug aufs gegnerische Tor wurde die Schussstatistik immer ausgeglichener. Lautete sie im ersten Drittel 15:6 zu Gunsten der Russen, hiess es im zweiten Drittel nur noch 9:7. Und einer der sieben Thurgauer Schüsse fand auch den Weg ins Tor. Mit der Schlusssirene des Mitteldrittels gelang Daniel Steiner im Powerplay der 1:1-Ausgleich – mit einem abgelenkten Schuss von der blauen Linie.

Der frühere NLA-Profi, der für die Saison 2017/18 noch keinen Vertrag besitzt, war vielleicht die offensichtlichste Entdeckung des gestrigen Spiels. Eine andere, dass der HCT im Powerplay noch deutlich effizienter werden muss. Die wohl wichtigste Erkenntnis war aber, dass das Thurgauer ­Kollektiv schon erstaunlich gut harmoniert. So gut, dass das Spiel trotz der 1:4-Niederlage eine Freude zum Zuschauen war.

Das lag auch am stimmigen Rahmen des Bodensee-Cups, der heute mit den Partien Schwenningen – Nischni Nowgorod (16Uhr) und Thurgau – Ravensburg (19.30 Uhr) weitergeht.

Matthias Hafen