EISHOCKEY: Die Eiszeit ist eingeläutet

Seit gestern trainiert der NLB-Club Thurgau wieder auf Eis. Beim Stelldichein in der Weinfelder Güttingersreuti war Cam Braes, einer der zwei Kanadier, bereits dabei. Jaedon Descheneau flog am Abend ein. Bereits ist ein Ausfall zu beklagen: Alain Bahar fällt wegen einer Wadenverletzung länger aus.

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Heiss auf Eis: Nach zahlreichen Stunden im Sommertraining brauchen die Thurgauer NLB-Spieler wieder Angewöhnungszeit auf ihrer bevorzugten Unterlage. (Bild: Andrea Stalder)

Heiss auf Eis: Nach zahlreichen Stunden im Sommertraining brauchen die Thurgauer NLB-Spieler wieder Angewöhnungszeit auf ihrer bevorzugten Unterlage. (Bild: Andrea Stalder)

Matthias Hafen

matthias.hafen@thurgauerzeitung.ch

Etwas vom Schwierigsten muss für Stephan Mair gewesen sein, alle Namen abzurufen. 22 Spieler begrüsste Thurgaus Headcoach im ersten Eistraining der Saison 2017/18 – so viele wie lange nicht mehr. Und der Südtiroler war sichtlich erfreut darüber. «Mit einer solchen Mannschaft kannst du dich ganz anders auf eine Meisterschaft vorbereiten.» Im vergangenen Jahr hatte der Ostschweizer NLB-Club noch ein bedeutend kleineres Kader, war in einem Übermass von den Leihspielern des NLA-Partnerteams Davos abhängig.

Neu ist auch, dass dem HC Thurgau heuer von Anfang an zwei Ausländer zur Verfügung stehen. «Zwei, die in unsere Budgetvorgaben passen», unterstreicht Mair. Cam Braes war gestern beim ersten Eistraining in der Weinfelder Güttingersreuti schon zugegen.

Braes hat den Anspruch, Schlüsselspieler zu sein

«Ich bin sehr glücklich, dass ich meine europäische Karriere in der Schweiz starten kann», sagte der 26-jährige Kanadier, der schon in Übersee einmal Teamkollege von Thurgaus Stürmer Eric Arnold war. «Klar hilft es, dass ich ihn ein bisschen kenne», sagte Braes, der eine 20-stündige Anreise hinter sich hatte. «Aber ich wurde hier von allen gut aufgenommen.» Der Center hat von sich aus den Anspruch, einer der Schlüsselspieler des HC Thurgau zu werden. «Perfekt wäre es, wenn sich mit Jaedon Desche­neau eine gute Chemie entwickeln würde.» Braes Landsmann kam erst gestern Abend an, wird aber am Freitag im Testspiel gegen Schwenningen ebenfalls für die Ostschweizer im Einsatz stehen. Spielbeginn in der Weinfelder Güttingersreuti ist um 20 Uhr.

«Bis dahin sollen sich die Spieler zunächst wieder ans Eis und an ihre neue Ausrüstung gewöhnen», sagte Trainer Mair.