EISHOCKEY
Der Herisauer Goalietrainer Marcel Kull tritt ab: Er machte Jonas Hiller und Leonardo Genoni gross

Während 22 Jahren kümmerte sich Marcel Kull um die Torhüter des Eishockeyrekordmeisters Davos. Ende Saison ist Schluss. Der bald 69-jährige Appenzeller tritt ins zweite Glied zurück

Daniel Good
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Marcel Kull (links) mit dem heutigen NHL-Goalie Gilles Senn.

Marcel Kull (links) mit dem heutigen NHL-Goalie Gilles Senn.

Bild: Hansruedi Camenisch

Ein Anruf des Kulttrainers Arno Del Curto brachte Marcel Kull 1999 nach Davos. Der Engadiner und der Appenzeller bildeten ein höchst erfolgreiches Duo. Die sechs Meistertitel und fünf Siege am Spengler-Cup bleiben im Bündnerland unvergessen.

Marcel Kull 2011 in der Herisauer Eishalle

Marcel Kull 2011 in der Herisauer Eishalle

Bild: Ralph Ribi

Kull war zunächst selber Goalie in der Ostschweiz: bei Uzwil und Herisau. Zu einer grossen Karriere wie später seinen Schützlingen sollte es nicht reichen. Aber schon früh machte sich Kull viele Gedanken über das Schaffen des Torhüters.

Beim SC Herisau kümmerte er sich um den Nachwuchs und war auch Sportchef - und immer Goalietrainer. Nebenbei - seinem Beruf als Mühlebauer blieb er stets treu.

Jonas Hiller bestritt 404 Partien in der NHL

Jonas Hiller bestritt 404 Partien in der NHL

Bild: Mark J. Terrill / AP

In Davos prägte Kull eine besonders erfolgreiche Goalie-Epoche. Als junge Spieler kamen Torhüter wie Jonas Hiller, Leonardo Genoni, Reto Berra und Gilles Senn in seine Obhut - und schafften es grösstenteils bis in die NHL.

Auch Jonas Müller, Thomas Bäumle und Joren van Pottelberghe gingen durch die Schule des Appenzellers.