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EISHOCKEY: «Das Herz sagt Kloten»

Benjamin Winkler spielte einst für Kloten und Rapperswil-Jona – jene Teams, die sich ab heute in der Ligaqualifikation gegenüberstehen. Der Assistenztrainer des HC Thurgau sieht Vorteile auf beiden Seiten.
Matthias Hafen
Eine heisse Sache: Kloten (Thierry Bader) droht gegen Rapperswil der Abstieg. (Bild: Patrick B. Krämer/KEY)

Eine heisse Sache: Kloten (Thierry Bader) droht gegen Rapperswil der Abstieg. (Bild: Patrick B. Krämer/KEY)

Matthias Hafen

matthias.hafen@thurgauerzeitung.ch

Nicht nur den Spielern des EHC Kloten zittern die Hände, wenn sie heute gegen Rapperswil-Jona in die Ligaqualifikation ziehen. Auch bei Benjamin Winkler zehrt die Best-of-7-Serie, die heute um 20.15 Uhr am Schluefweg eröffnet wird, an den Nerven. Selten standen die Chancen für den Herausforderer aus der NLB so gut, selten die Zeichen beim NLA-Letzten dermassen auf Abstieg. Das weiss auch Winkler. Der Assistenzcoach des HC Thurgau verbrachte zwischen 1998 und 2012 insgesamt sieben Saisons beim EHC Kloten, stand mit den Zürcher Unterländern zweimal im Playoff-Final. Jetzt geht es für den erfolgsverwöhnten Club vom Schluefweg ums Überleben. Keiner weiss, wie es nach einer Relegation weitergehen würde.

Winkler möchte nicht in der Haut der Klotener stecken. «Ich bin froh, musste ich so etwas nie miterleben», sagt der 41-jährige Winterthurer. Zu seiner Zeit war der Club ein fester Bestandteil des Playoffs. «Der Abstiegskampf war immer etwas für die anderen.» Das änderte sich, als Winkler seine NLA-Karriere 2012/13 bei Rapperswil-Jona ausklingen liess. Den Abstiegskampf der St. Galler erlebte er jedoch vom Lazarett aus. Heute ist Rapperswil-Jona drauf und dran, in die höchste Spielklasse zurückzukehren. «Es wäre ein verdienter Aufsteiger», so Winkler, der diese Saison mit dem HCT sieben Mal auf Jeff Tomlinsons Equipe traf und nur einmal als Sieger hervorging.

Im dritten Jahr nach dem Fall in die Zweitklassigkeit bringe Rapperswil-Jona alles mit, um seinen Platz in der Elite des Schweizer Eishockeys zurückzugewinnen. «Rappi hat acht Verteidiger auf dem Feld, die alle eine Liga höher spielen könnten», so Winkler. Spieler wie Cyrill Geyer oder Antonio Rizzello, die mit allen Wassern gewaschen und bereit sind, blaue Flecken zu holen, seien jetzt sehr wichtig. «Und Typen wie Sven Lindemann und Fabian Maier reissen nicht wie ein Flamingo das Bein hoch, wenn ein Schuss kommt.»

Felix Hollenstein wecke den Stolz der Spieler

«Das Herz aber sagt Kloten», so Winkler. Ganz einfach, weil er dem Club durch die Vergangenheit als Spieler enger verbunden sei. «Eigentlich ist es unvorstellbar, dass der Club absteigt.» Winkler ist überzeugt, dass die Interimstrainer André Rötheli und Felix «Fige» Hollenstein, die auf die Ligaqualfikation hin anstelle von Kevin Schläpfer eingesetzt wurden, nochmals alles aus der Mannschaft herausholen können. «Es ist Figes Kloten, das wird man wieder spüren.»

Dass zahlreiche, langjährige Spieler den Club Ende Saison ohnehin verlassen werden, mache die Sache für Kloten nicht einfacher. «Aber kein Spieler will in seiner Biografie den Makel eines Abstiegs haben», so Winkler. «Und wenn Kloten heil durch dieses Feuer kommt, dann ist der Rest der Saison ganz egal.»

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