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EISHOCKEY: Aufräumen, aber konsequent

"Verlieren verboten" heisst es für den HC Thurgau heute ab 19.45 Uhr im sechsten Playoff-Spiel daheim gegen Olten. War die Serie bislang von Offensivspektakel geprägt, so führt der Erfolg eindeutig über die Defensive.
Matthias Hafen
Oltens Jewgeni Schirjajew erzielt an Cam Braes vorbei das 4:3 in der Verlängerung des fünften Playoff-Spiels. (Bild: Marc Schumacher/Freshfocus)

Oltens Jewgeni Schirjajew erzielt an Cam Braes vorbei das 4:3 in der Verlängerung des fünften Playoff-Spiels. (Bild: Marc Schumacher/Freshfocus)

Matthias Hafen

matthias.hafen@thurgauerzeitung.ch

Enttäuschte Thurgauer suchte man am Tag vor der sechsten Playoff-Begegnung mit Olten vergeblich. Die bittere 3:4-Nieder­lage nach 3:0-Führung vom Mittwochabend war abgehakt. Der Fokus bereits auf das Heimspiel vom Freitagabend gelegt. In diesem steht der HC Thurgau erstmals so richtig unter Erfolgsdruck. Gewinnt der Qualifikationssechste die Partie gegen Olten nicht, ist die Best-of-7-­Serie 2:4 verloren, die Saison für ihn zu Ende.

«Wir haben ein grosses Spiel vor uns», meint Cam Braes – und sagt das voller Vorfreude. Der ­Kanadier versichert, dass die Niederlage vom Mittwochabend keine Spuren hinterlassen hat. «In dieser Serie passiert so viel Unvorhergesehenes, dass man in jedem Spiel getrost wieder von neuem beginnen kann.» Auch Braes erstaunt es, dass der HCT für Playoff-Verhältnisse ungewöhnlich viele Tore erzielt. «Auf der anderen Seite erhalten wir auch zu viele Gegentreffer. Dagegen müssen wir etwas tun.»

«Es wird garantiert eine Reaktion geben»

In der Pflicht sind gemäss Trainer Stephan Mair nicht nur die Verteidiger, die in den vergangenen Partien immer mal wieder ins Schwimmen geraten waren. «Im letzten Spiel in Olten haben auch die Stürmer defensiv keinen ­guten Job gemacht», so Thurgaus Headcoach. Unter anderem bemängelte Mair, dass sie vor allem in der hektischen Schlussphase die eigene blaue Linie viel zu schnell aufgegeben hätten. «Wir haben es versäumt, aktiv zu bleiben, und haben uns stattdessen zu weit zurückfallen lassen.»

Mair nennt diesen ungewöhnlichen Playoff-Viertelfinal zwischen Thurgau und Olten eine «Serie der versäumten Gelegenheiten. Das gilt für sie wie für uns.» Bei seiner Mannschaft sei manchmal augenscheinlich, dass ihr die Playoff-Erfahrung fehle. Jedenfalls hat Oltens Starensemble kumuliert deutlich mehr Playoff-Spiele vorzuweisen als die Thurgauer. Wiederum habe bislang jedes Spiel eine ganz eigene Dynamik gehabt, so Mair. «Deshalb bin ich weniger beunruhigt als nach dem dritten Spiel.» Jene Begegnung hatte ein emotionsloser HCT im Kleinholz mit 1:4 verloren. «Aber die Mannschaft hat darauf eine Reaktion gezeigt, so, wie sie es in dieser Saison nach Niederlagen immer wieder getan hat.» Deshalb ist Mair überzeugt, dass heute Abend «garantiert eine Reaktion kommen wird».

Schwendener noch nicht über sich hinausgewachsen

Wäre da noch die «Causa Janick Schwendener». Der Goalie des HC Thurgau ist einer der Hauptgründe, weshalb die Ostschweizer überhaupt eine so gute Saison spielen. Erst seit er zwischen den Pfosten steht, kann der HCT wieder höhere Ziele ins Auge fassen. Jedoch war das diesjährige Playoff noch nicht die grosse Zeit von Schwendener. Nach einer starken Leistung bei 4:2-Auftaktsieg in Olten, als der Torhüter eine Fangquote von 93,55 Prozent aufwies, fiel Schwendeners Statistik in den Keller. 76 Prozent, 87,5 Prozent, 88,1 Prozent und zuletzt 88,57 Prozent der Schüsse stoppte er noch. Nicht, dass man Schwendener die Thurgauer Niederlagen anhängen könnte. Er ist noch immer ein wichtiger Rückhalt. Aber gewonnen hat er auch noch kein Playoff-Spiel für die Mannschaft. Selbstkritisch sagte Schwendener deshalb am Sonntag nach dem 6:5-Heimsieg nach Verlängerung, dass die Mannschaft in dieser Serie endlich auch einmal einen grossen Auftritt von ihm verdient hätte. Heute Abend wäre eine gute Gelegenheit, Versäumtes nachzuholen.

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