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EISHOCKEY: Am Ende jubelt Olten

Der HC Thurgau verliert das sechste Viertelfinalspiel daheim gegen Olten 1:4 und scheidet damit aus dem Playoff. Am Ende einer grandiosen Serie fehlt es an der Kraft.
Matthias Hafen
Topskorer Silvan Wyss (Mitte) und Teamkollege Jewgeni Schirjajew bejubeln Oltens Treffer zum 2:1. (Bild: Marc Schumacher/Freshfocus)

Topskorer Silvan Wyss (Mitte) und Teamkollege Jewgeni Schirjajew bejubeln Oltens Treffer zum 2:1. (Bild: Marc Schumacher/Freshfocus)

Matthias Hafen

matthias.hafen@thurgauerzeitung.ch

In den letzten Minuten war bei den Thurgauern die Luft draussen. Man merkte zwar, wie sie nochmals alles gaben, alles versuchten. Doch prallten sie nur noch an den souveränen Oltnern ab. 62 Sekunden vor der Schlusssirene machten die Gäste mit dem 4:1 ins leere Tor alles klar. Jetzt war auch die letzte Hoffnung des HCT begraben, sich erstmals seit 20 Jahren wieder einmal für die Playoff-Halbfinals zu qualifizieren. 1998 war dies zuletzt der Fall gewesen – gegen Olten.

Dabei stimmte auch im dritten Heimspiel der diesjährigen Viertelfinalserie der Einstieg. Konzentriert und zielstrebig setzten die Thurgauer die Gäste unter Druck. Der Wille, sich am Sonntag ein siebtes, entscheidendes Spiel zu verdienen, war offensichtlich. Die erste Strafe gegen Olten nutzte Cam Braes in der sechsten Minute zum 1:0. Er ­verwertete nach Andri Spillers Schuss den Abpraller von Oltens Goalie Matthias Mischler.

Zu viele Fehler – zu wenig Alternativen

Im Spiel, in dem für den HCT ­keine Fehler mehr erlaubt waren, schien zunächst alles aufzugehen. Bis im Mitteldrittel, bis die Fehler dann doch Einzug hielten. Dem Oltner Ausgleich in der 24.Minute ging ein Aussetzer von Goalie Janick Schwendener voraus. Und beim 2:1 für die Solothurner im Powerplay wurde Torschütze Silvan Wyss im Slot völlig vergessen. Nach dem Rückstand fehlte den Thurgauern die Kraft, um die mittlerweile gefestigten Oltner nochmals bis aufs Letzte zu fordern. Und Trainer Stephan Mair suchte im dünnen Kader vergeblich nach Alternativen, um einen allerletzten Joker aus dem Ärmel zu zaubern. So spielte der Qualifikationsdritte gegen den Sechsten der Regular Season das Ding ohne grössere Probleme zu Ende – und zeigte damit, dass es eben nicht nur Zufall war, dass Olten nach 46 Runden oben stand.

Spiller? Schnyder? Egal! Ovationen für alle

Dass der Abend in einem Kampf der Chöre endete, spricht für das NLB-Eishockey und dessen Fans. Auf der einen Seite des Feldes bejubelten die Oltner, die mit drei Fancars angereist waren, ihre Siegermannschaft auf dem Eis. Auf der anderen Seite skandierten die Thurgauer auch Minuten nach Spielschluss noch die Namen ihrer Helden und lockten sie so trotz grosser Enttäuschung nochmals aus der Kabine.

Dass zuerst Simon Schnyder zu den Fans fuhr, als sie nach Andri Spiller riefen, hatte etwas Komödiantisches an sich. Dass der HCT-Fanblock dann aber auch Verteidiger Schnyder die Ehre erwies, gab dem Ganzen eine sehr sympathische Note. Schon direkt im Anschluss an den Handschlag der beiden Teams spendete das gesamte Publikum in der Weinfelder Güttingersreuti dem Verliererteam Beifall und beehrte es mit stehenden Ovationen. So nah waren Zufriedenheit und Frust nach einem Playoff-Aus schon lange nicht mehr beisammen beim HC Thurgau.

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