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EISESKÄLTE: Sport im Tiefkühler: Wann darf der Schiedsrichter absagen?

Wenn die Young Boys heute Abend den FC Basel im Cup herausfordern, werden die Temperaturen tief im Minusbereich liegen. Ist Sport bei frostiger Kälte gefährlich? Und darf der Schiedsrichter ein Fussballspiel wegen tiefer Temperaturen absagen?
Ralf Streule
Gefrorene Böden, kalte Temperaturen - Väterchen Frost schlägt den Schweizer Spitzenfussballern immer wieder ein Schnippchen. (Bild: Archiv/Keystone)

Gefrorene Böden, kalte Temperaturen - Väterchen Frost schlägt den Schweizer Spitzenfussballern immer wieder ein Schnippchen. (Bild: Archiv/Keystone)

Minus 6 Grad zeigte das Thermometer am Sonntag an, als St.Gallen auf den FC Lugano traf. Wenn heute und morgen die Cup-Halbfinals gespielt werden, wird es noch um einige Grade kälter sein. Zu frostig für ein Fussballspiel? Ein Grund, es abzusagen? Wohl kaum, sofern der Platz bespielbar ist – und nicht gefroren, wie am Samstag auf der Lausanner Pontaise. Im Reglement der Swiss Football League gibt es keinen Paragrafen, der eine Absage alleine aufgrund der Kälte vorsieht. Der Schiedsrichter handelt nach Gutdünken, beurteilt in erster Linie das Spielfeld. Ihm stünde eine kältebedingte Absage aber frei. Die Uefa ihrerseits gibt dem Schiedsrichter ab minus 16 Grad ausdrücklich die Erlaubnis, ein Spiel abzusagen – was dieser aber selten tut. So bestritt zum Beispiel Bayern München im Jahr 2001 bei fast minus 20 Grad in Moskau ein Champions-League-Spiel gegen Spartak.

Der damalige Bayern-Sportarzt sah keine Probleme: «Was sollen denn die Skilangläufer sagen, die auch bei solchen Temperaturen starten?» Aber Achtung: Im Langlauf wurden schon mehrere Weltcuprennen wegen der Kälte verschoben. Das Reglement verbietet Rennen, wenn die Temperatur unter minus 20 Grad fällt. Ab jener Grenze gebe es körperliche Probleme, lassen sich Sportärzte in Fachforen zitieren. Die kalte Luft reizt bei grosser Anstrengung Bronchien und Lungengefässe. Die Regel heisst: Durch die Nase atmen, so wärmt sich die Luft auf dem Weg ins Innere stärker auf. Zudem ziehen sich in der Kälte die Blutgefässe zusammen, was besonders für schlecht trainierte Sportler gefährlich werden könne. Der Blutdruck steige, Kreislaufprobleme seien nicht selten. Für Hobbysportler ist also sachtes Training angesagt. Was hingegen die Fettverbrennung angeht, lohnt sich für sie ein frostiger Lauf: In der Kälte purzeln die Kilos schneller.

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