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EINSEITIG: Federer gestoppt

Roger Federer verpasst den ersten Turniersieg in Montréal. Er unterliegt im Final dem 16 Jahre jüngeren Deutschen Alexander Zverev überraschend deutlich 3:6, 4:6.
Marcel Hauck (sda)
Alexander Zverev, erfolgreicher Vertreter der neuen Generation im Tennis. (Bild: Pete Malkovic/EPA)

Alexander Zverev, erfolgreicher Vertreter der neuen Generation im Tennis. (Bild: Pete Malkovic/EPA)

Marcel Hauck (SDA)

Meister gegen Lehrling hatte die ATP ihre Finalvorschau überschrieben – doch der Lehrling ist längst flügge geworden. Alexander Zverev trumpfte in Montréal gleich von Beginn an äusserst beeindruckend auf. Der Deutsche mit russischen Wurzeln kam gleich im ersten Aufschlagspiel Federers zu einem Breakball. Nutzen konnte er jedoch erst den nächsten zum 3:1. Selber liess Zverev im ersten Satz keine Chance des 36-jährigen Baslers zu und gewann diesen nach nur einer halben Stunde.

Zverev brillierte mit ultraschnellen Aufschlägen und Grundlinienbällen. So fand sich Federer fast konstant in der Defensive wieder und konnte sein gewohntes Spiel nicht wie gewünscht aufziehen. Zu oft konnte er den Bällen nur regungslos hinterherschauen. Zudem hatte Zverev auch deutlich mehr erste Services im Feld. Diese Quote des Schweizers war mit 51 Prozent viel zu tief.

Der Weg zur Nummer eins wird länger

Zudem schien Federer ab dem zweiten Satz nicht mehr mit voller Kraft aufschlagen zu können, und auch die Beinarbeit war nicht über alle Zweifel erhaben. Zverev nahm der Weltnummer drei bei 3:3 den Aufschlag ab, darauf konnte Federer nicht mehr reagieren. Nach nur 68 Minuten gewann der Deutsche sein letztes Aufschlagspiel zu null.

Für Federer bedeutet die Niederlage einerseits, dass er in Montréal nach wie vor ohne Titel dasteht und zweitens, dass der Weg zur Nummer eins wieder deutlich länger geworden ist. Anstatt diese Woche als virtueller Leader ins Turnier in Cincinnati zu steigen, muss er nun mindestens den Halbfinal erreichen, wenn er verhindern will, dass sich Rafael Nadal anstelle von ihm die Nummer eins schnappt. Nur mit dem Turniersieg im US-Bundesstaat Ohio würde auf jeden Fall Federer statt Nadal die Weltranglistenspitze vom verletzten Andy Murray übernehmen.

Auch in Cincinnati mit guten Chancen

Unwahrscheinlich ist dieser für Federer nicht – zumindest, wenn er sich in Montreal nicht den Rücken lädiert hat. Im US-Bundesstaat Ohio hat Federer bereits siebenmal triumphiert. Auch deshalb hat sich der Entscheid zur Teilnahme in Montréal trotz der Finalniederlage gelohnt. Sicher ist bereits, dass Federer an den US Open, die am 28. August beginnen, als Nummer eins oder zwei gesetzt sein wird. Der 94. Turniersieg, mit dem er zu Ivan Lendl aufschliessen würde, muss aber noch mindestens eine Woche warten.

Zverev gewann hingegen auch seinen zweiten Masters-1000-Final nach demjenigen in Rom – und auch damals hatte ­ der 20-jährige Hamburger als Aussenseiter mit Novak Djokovic einen Hochkaräter ausgebootet. Noch in Halle war er im Final gegen Federer chancenlos gewesen. Er ist auf den nordamerikanischen Hartplätzen in diesem Sommer noch unbesiegt, nachdem er in der Woche zuvor bereits in Washington gewonnen hatte. Die Nummer acht der Welt hat sich in eine Favoritenrolle für die US Open gespielt.

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