Einheitliche Passion – unterschiedliche Wege

Das Leben von Alina Granwehr, Nadine Keller und Lea Magun spielt sich grossmehrheitlich auf den Tenniscourts ab. Die drei ­aktuell besten Thurgauer Tennisjuniorinnen gehen jedoch trotz ähnlicher Leidenschaft unterschiedliche Wege.

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Alina Granwehr spielt zurzeit erfolgreich in Portugal. (Bild: Mario Gaccioli)

Alina Granwehr spielt zurzeit erfolgreich in Portugal. (Bild: Mario Gaccioli)

Vor gut drei Monaten hat Alina Granwehr ihren ersten Schweizer-Meister-Titel gewonnen. «Das war ein sehr schöner Erfolg, aber erst ein kleiner Schritt. Ich weiss, dass ich hart weiter arbeiten muss, wenn ich mich international behaupten will», sagt die 13-Jährige. Die Wilenerin konzentriert sich jedoch nicht nur auf den Sport, sondern hat kürzlich auch die Aufnahmeprüfung für die Kantonsschule bestanden. «Ich konnte nicht viel in die Prüfungsvorbereitung investieren, habe aber die zur Verfügung stehende Zeit optimal genützt», resümiert Alina Granwehr, die diesen Frühling mehrere Auslanddelegationen mit Swiss Tennis bestritt. Die Frühlingsferien in der Schule nutzt die R1-Spielerin, um in Portugal ein U14-Tennis-Europe-Turnier der höchsten Kategorie zu spielen. Die erste Runde gegen eine starke Spanierin hat sie bereits erfolgreich überstanden. In den nächsten Wochen muss sich die Nummer 112 der U14-Tennis-Europe-Rangliste entscheiden, ob sie im Sommer in die Kantonsschule Wil gehen will oder einen tennisspezifischeren Weg einschlagen möchte. Den für Alina Granwehr anstehenden Entscheid hat die um zwei Jahre ältere Lea Magun schon getroffen. Die Frauenfel­derin ist im letzten Jahr ihrem Trainer Thomas Walter trotz bestandener Aufnahmeprüfung an die Pädagogische Maturitätsschule Kreuzlingen nach Biel gefolgt und kann in der Swiss Tennis Academy in einem spitzensportorientierten Umfeld Schule und Training perfekt verbinden. Die mehrfache Thurgauer Juniorenmeisterin hat sich für die auf Leistungssportler ausgerichtete Sporthandelsschule BFB entschieden. «Das passt für mich sehr gut und ist optimal», erklärt die 15-Jährige, die in der nationalen Tennisrangliste 15 Ränge übersprungen hat, neu die Nummer 57 der Schweiz ist und im Tennis-Europe-Ranking der Unter-16-Jährigen bereits an Position 89 liegt. Für Lea Magun, die sich derzeit in Marokko auf die Sandsaison vorbereitet, geht es nun darum, möglichst schnell auf der internationalen Turnierbühne der Unter-18-Jährigen (ITF-Tour) Fuss zu fassen.

Marie Theres Brühwiler

sport@thurgauerzeitung.ch

Hinweis

Nächste Woche wird die «Thurgauer Zeitung» über den aktuellen Formstand der Thurgauer Tennisjunioren und über die Fortschritte der dem Juniorinnenalter entwachsenen Nina Stadler (N2.17) und Chiara Grimm (N2.19) berichten.