Eine Million Kilometer als Ziel für alle – und für Rollstuhlfahrer Marcel Hug ein Marathon

Der OneMillionRun vom Wochenende sprengt Bisheriges. Mindestens 25 Mal die Welt umrunden wollen von Freitagmitternacht an bis Sonntag um 23.59 Uhr die Schweizerinnen und Schweizer mit Rennen, Walken und Spazieren.

Jörg Greb
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Der Thurgauer Marcel Hug will auch seinen Teil zum Gemeinschaftslauf besteuern.

Der Thurgauer Marcel Hug will auch seinen Teil zum Gemeinschaftslauf besteuern.

Bild: Mahmoud Khaled/EPA

Jeder kann hierfür seinen Beitrag während den 48 Stunden leisten, wann und wo er will. Dabei werden die zurückgelegten Laufdistanzen der Teilnehmenden mittels einer App summiert.

Zahlreiche Prominente beteiligen sich wie Bundesrätin Viola Amherd oder Nationalrat Marcel Dobler. Mit dabei ist auch Rollstuhlsportler Marcel Hug, der Thurgauer sagt: «Endlich wieder einmal eine Startnummer in der Hand, mit der Idee des OneMillionRun kann ich mich voll identifizieren.» Hug will sich voll einsetzen. Er plant am Samstag den Sempachersee doppelt zu umrunden. «Einen Marathon, also 42 Kilometer, will ich beisteuern.»

Sammeln für die Schweizer Sporthilfe

Auch Daniel Hubmann, der achtfache OL-Weltmeister aus Eschlikon, versprüht Begeisterung aus verschiedenen Gründen. Ihn freut, «dass am Sonntag endlich wieder ein Training am nationalen Leistungszentrum in Bern stattfinden kann». Als hoch schätzt er die Wahrscheinlichkeit, auch am Samstag eine Einheit beizusteuern. «Etwas Ähnliches wie vor einigen Tagen beim Zweistundenlauf im Flussbett der Sense über Kies und Stein.»

Der Aufhänger der Aktion OneMillionRun passt in die Zeit: Die Schweiz aus dem Stillstand befreien. Lanciert worden ist das Grossprojekt unter anderen von Weltklasse Zürich. Dabei soll der Nachwuchs speziell profitieren. Bei der Anmeldung wird um eine Spende von ein paar Franken zugunsten der Schweizer Sporthilfe ersucht. Ein privater Mäzen wird die eingegangenen Spenden bis zu einem Betrag von 500000 Franken verdoppeln.