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140 Jahre FCSG: Eine Geschichte von Titeln und Turbulenzen

Die 140-jährige Geschichte des FC St.Gallen war geprägt von Hochs und Tiefs. Ein Rückblick auf die zehn Meilensteine des ältesten Fussballclubs des europäischen Festlandes, der seinen Geburtstag am Samstag im Rahmen des ausverkauften Heimspiels gegen Luzern ausgiebig feiern wird.
1879

Der FC St. Gallen wurde am 19. April 1879 gegründet. Es existiert kein Gründungsprotokoll mehr, doch die ersten Statuten weisen dieses Datum auf. Zudem existiert im «Tagblatt» in der Ausgabe vom gleichen Tag ein Aufruf zur Gründung eines Fussballvereins im Restaurant Hörnli in St. Gallen. Der älteste dokumentierte Wettkampf der St. Galler war am 1. Mai 1892.

1904

In der Saison 1903/04 wurde der FC St. Gallen erstmals Gruppensieger, wodurch er zusammen mit den anderen Gruppensiegern, Servette sowie Old Boys Basel, die Finalrunde bestreiten durfte. St. Gallen erreichte gegen Servette ein 1:1 und bezwang die Old Boys mit 1:0. Da die Old Boys Servette 2:0 besiegten, wurde der FC St. Gallen erstmals Schweizer Fussball-Meister.

Ein Bild der St.Galler Meistermannschaft von 1904 ziert die Filiale der St.Galler Kantonalbank. (Bild: Urs Bucher)

Ein Bild der St.Galler Meistermannschaft von 1904 ziert die Filiale der St.Galler Kantonalbank. (Bild: Urs Bucher)

1910

In diesem Jahr errichtete der FC St. Gallen auf den 28. April ein Spielfeld mit einer Holztribüne im Espenmoos. 1915 wurde der Stadtrivale FC Brühl Schweizer Meister. Da 1915 aufgrund des Ersten Weltkriegs nur
ein reduzierter Spielbetrieb stattfand, wurde Brühl von den Anhängern
St. Gallens noch bis in die 1960er-Jahre als Interimsmeister verspottet.

1969

Vor 50 Jahren sicherte sich St. Gallen seinen ersten und bisher einzigen Cupsieg. Vor 24 000 Zuschauern bezwang der FC St. Gallen im
Wankdorf in Bern Bellinzona 2:0. Rudi Nafziger erzielte beide Tore.
Im gleichen Jahr wurde im Espenmoos die heute noch bestehende Haupttribüne mit einem Fassungsvermögen von 2200 Zuschauern eingeweiht.

1985

St. Gallen erreichte dank des vierten Ranges den Uefa-Cup. Der Saisonhöhepunkt im Espenmoos war die Begegnung vor der Rekordkulisse von 16 200 Zuschauern gegen Inter Mailand mit dem beachtlichen Resultat von 0:0. Das Hinspiel hatte St. Gallen mit 1:5 verloren. Der Inter-Spieler und Weltmeister von 1982 Marco Tardelli wechselte später zum FC St. Gallen.

1988

In diesem Jahr kam der spätere Weltstar Ivan Zamorano über den
FC Bologna zum FC St. Gallen. Der Chilene war nicht nur einer der herausragenden, sondern ist bis heute einer der beliebtesten Spieler der grün-weissen Geschichte. Nach Zamoranos Abgang spielten die Ostschweizer lange Zeit nur mittelmässig. 1992/93 mussten sie den Abstieg verkraften.

Der chilenische Weltklasse-Stürmer Ivan Zamorano, aufgenommen am 18. März 1990 in St. Gallen im Spiel gegen Lugano. Zamorano spielte von 1988 bis 1991 für den FC St.Gallen. (Bild: KEY)

Der chilenische Weltklasse-Stürmer Ivan Zamorano, aufgenommen am 18. März 1990 in St. Gallen im Spiel gegen Lugano. Zamorano spielte von 1988 bis 1991 für den FC St.Gallen. (Bild: KEY)

1998

Roger Hegi führte den Verein 1998 zum bisher letzten Mal in den Cupfinal. Vor 25 000 Zuschauern in Bern sah St. Gallen gegen Lausanne lange wie der sichere Sieger aus. Ein verschossener Penalty der St. Galler beim Stand von 2:0 brachte den Gegner jedoch zurück ins Spiel. Lausanne glich kurz vor Schluss aus und gewann den Titel schliesslich im Penaltyschiessen.

2000

Unter Trainer Marcel Koller wurde der FC St Gallen völlig überraschend zum ersten Mal seit 96 Jahren wieder Schweizer Meister. Der Titel wurde in der St. Galler Innenstadt von Zehntausenden Fans frenetisch gefeiert. Im Herbst folgte ein nächster Höhepunkt, als die Ostschweizer im Uefa-Cup das grosse Chelsea um Jimmy Floyd Hasselbaink bezwangen.

Torhüter Jörg Stiel mit dem Meisterpokal in den Händen, nach dem Finalrundenspiel St.Gallen - Grasshoppers am Mittwoch, 7. Juni 2000. Im Hintergrund der damalige FCSG-Präsident Thomas Müller und Regierungsrat Walter Kägi. (Bild: Michel Canonica)

Torhüter Jörg Stiel mit dem Meisterpokal in den Händen, nach dem Finalrundenspiel St.Gallen - Grasshoppers am Mittwoch, 7. Juni 2000. Im Hintergrund der damalige FCSG-Präsident Thomas Müller und Regierungsrat Walter Kägi. (Bild: Michel Canonica)

2008

Die Saison verlief schlecht, St. Gallen unterlag in der Barrage Bellinzona und stieg ab. Es war ein trauriger Abschied nach 98 Jahren im Espenmoos. Uli Forte führte den Club im neuen Stadion zum Wiederaufstieg. Im Herbst 2010 drohte der Konkurs, der nur dank privater Geldgeber abgewendet werden konnte. Am Ende der Saison stiegen die Ostschweizer erneut ab.

2013

Die Saison nach dem Wiederaufstieg in die höchste Liga verlief über Erwarten gut. Dank Rang drei qualifizierte sich der FC St. Gallen unter Trainer Jeff Saibene für das Europa-League-Playoff, wo er überraschend Spartak Moskau bezwang und den Einzug in die Gruppenphase schaffte.

Jubel bei St. Gallen mit Cheftrainer Jeff Saibene nach dem 4:2-Sieg gegen Spartak Moskau, der den Ostschweizern den Einzug in die Europa-League-Gruppenphase bescherte. (Bild: Urs Bucher)

Jubel bei St. Gallen mit Cheftrainer Jeff Saibene nach dem 4:2-Sieg gegen Spartak Moskau, der den Ostschweizern den Einzug in die Europa-League-Gruppenphase bescherte. (Bild: Urs Bucher)

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