Eine Frage der Konstanz

Morgen um 17 Uhr beginnt für St. Otmar mit dem Heimspiel gegen Wacker Thun die NLA-Finalrunde. Das Ziel der St. Galler ist unmissverständlich formuliert: Das Erreichen der Playoffs der besten vier Mannschaften.

Daniel Good
Drucken
Teilen
Nun gibt Predrag Borkovic bei St. Otmar den Takt an. (Bild: Michel Canonica)

Nun gibt Predrag Borkovic bei St. Otmar den Takt an. (Bild: Michel Canonica)

HANDBALL. Mit etwas Glück und ohne Verletzungspech sollte es St. Otmar in den zehn Partien der Finalrunde bis am 18. April schaffen, sich wie vor zwei Jahren für die Playoffs der besten vier NLA-Teams zu qualifizieren. Die Hauptrunde schlossen die St. Galler auf Platz vier ab. Mit drei Siegen in den vier Spielen gegen die Meisterschaftsdominatoren Pfadi Winterthur und Kadetten Schaffhausen zeigte die Ostschweizer Equipe auf, was in ihr steckt. Am Ende der Vorrunde zog St. Otmar allerdings eine Baisse ein, die Finalrunden-Qualifikation der besten sechs Equipen war aber nie gefährdet. Mit Konstanz wäre für St. Otmar im Herbst mehr möglich gewesen. Die Hauptaufgabe des neuen Trainers Predrag Borkovic besteht darin, seiner Mannschaft wieder jene Stilsicherheit zu verleihen, die sie im Oktober bis auf Rang zwei der Tabelle gebracht hat.

Im Verlaufe der nächsten zweieinhalb Monate gilt es für St. Otmar insbesondere, sich das fünftklassierte GC Amicitia Zürich und das auf dem sechsten Rang plazierte Kriens-Luzern vom Leib zu halten. Mit Wacker Thun wartet zunächst aber morgen um 17 Uhr in der Kreuzbleichehalle ein höchst unangenehmer Gegner auf die St. Galler. Die Berner Oberländer stellen ein aggressives und kompaktes Team, das vor knapp zwei Jahren Schweizer Meister wurde.

WM-Teilnehmer in Form

«Es darf uns nicht kümmern, dass Wacker ein unbequemer Gegner ist. Sonst haben wir schon von vornherein verloren. Wir müssen mit allem rechnen», sagt der 51jährige Borkovic. Er fühlt sich vor seinem ersten Spiel als Cheftrainer St. Otmars «nicht speziell unter Druck». Für ihn sei es eine Partie wie jede andere. «Ob als Assistent oder Chef ist egal. Ich bin an der Seitenlinie immer voll konzentriert.» Auf diese Finalrunde hin löste Borkovic, der vor einem guten Jahr als Assistent verpflichtet wurde, den freigestellten Jan Filip als Cheftrainer ab. Der tschechische Nationalcoach Filip kehrte nach der WM in Qatar nicht mehr zum St. Galler Team zurück. St. Otmars drei WM-Teilnehmer Jakub Szymanski, Tomas Babak und Goalie Martin Galia sind seit dieser Woche wieder im Mannschaftstraining. Das Trio aus Tschechien kehrte in einer guten Verfassung von der WM in der Wüste in die Ostschweiz zurück. «Ich dachte, sie seien müde. Aber das Gegenteil ist der Fall», sagt Borkovic.

Erst seit dieser Woche komplett

Im Spiel gegen Thun fehlen St. Otmar morgen die Langzeit-Verletzten Mirko Milosevic und Dominik Jurilj, krank fällt Jeremias Rieser aus. Wegen der WM und Verletzungen steht Borkovic die gesamte Mannschaft erst seit dieser Woche wieder zur Verfügung. «Das ist schon ein Problem, aber damit muss ich umgehen. Im Januar standen vor allem Kraft, Ausdauer und Werfen auf dem Trainingsprogramm. Der letzte Heimsieg St. Otmars gegen Wacker Thun datiert vom 18. Dezember 2013, als sich die Ostschweizer 38:27 durchsetzten.

Aktuelle Nachrichten