Eine Frage der Ehre für St. Otmar

Morgen spielt St. Otmar in der ersten Partie der NLA-Finalrunde ab 17 Uhr daheim gegen Pfadi Winterthur. Die auf Platz fünf der Tabelle klassierten St. Galler müssen Boden gutmachen, um auch dieses Jahr das Playoff zu erreichen.

Daniel Good
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HANDBALL. Vor den zehn Partien der Finalrunde beträgt der Rückstand St. Otmars auf Rang zwei der NLA-Tabelle bloss drei Punkte. Auf den ersten Blick eröffnet diese Ausgangslage den St. Gallern günstige Perspektiven. Gegen die fünf Mannschaften, die sich für die Finalrunde 2016 qualifizieren, verbuchten die Ostschweizer in der ersten Saisonhälfte aber bloss drei Siege. Diese Bilanz trübt die Aussichten auf eine erfolgreiche Aufholjagd.

Der Anspruch St. Otmars besteht darin, am Ende der Finalrunde Mitte April mindestens auf Platz vier zu stehen und die Meisterschaft im Playoff fortzusetzen. Im vergangenen Jahr spielten die St. Galler gegen Kadetten Schaffhausen im Playoff-Final um den Meistertitel. Schärfster Kontrahent im Kampf um Platz vier dürfte Kriens-Luzern sein, das in der Tabelle ebenfalls mit drei Punkten mehr als die St. Galler zu Buche steht.

Die erste Partie in der diesjährigen Finalrunde bestreitet St. Otmar morgen ab 17 Uhr in der Kreuzbleiche gegen Pfadi Winterthur. Die Winterthurer stehen auf Rang zwei der Tabelle und waren im Herbst als einziges Team in der Lage, in St. Gallen zu gewinnen.

Das Herzblut für den Club

Viele Spieler St. Otmars sind in der kommenden Saison nicht mehr dabei. Sie können ihren neuen Mannschaften in den nächsten Monaten zeigen, dass sie gute Transfers sind – oder aber nur noch mit halbem Herzen für St. Otmar auftreten. Entscheidend für den Erfolg oder Misserfolg in dieser Saison wird die Einstellung der Akteure sein, die St. Otmar im Sommer verlassen werden. Es sind vorab Leistungsträger wie die drei tschechischen Nationalspieler Martin Galia, Tomas Babak, Jakub Szymanski und der Urner Jost Brücker, der schon in die Schweizer Nationalmannschaft aufgeboten worden ist.

Topskorer Babak ist nach einer Schulterverletzung morgen gegen Pfadi Winterthur wieder einsatzfähig. Auch der Kroate Vedran Banic dürfte trotz einer Verletzung des Nasenbeins dabei sein. Beide Rückraumspieler wurden im Cup-Viertelfinal am Mittwoch in Baden geschont.

Der Ausgang der Partie gegen Winterthur ist für St. Otmar sehr wichtig. Eine Niederlage dürfen sich die Ostschweizer morgen eigentlich gar nicht leisten, denn heute in einer Woche spielen sie auswärts gegen Leader Schaffhausen. Die Winterthurer sind ein unangenehmer Gegner mit aggressiven Verteidigern. Im Playoff-Halbfinal des vergangenen Jahres gewann St. Otmar aber beide Heimspiele gegen Pfadi und legte damit den Grundstein für die Finalqualifikation.

Auslosung mit St. Galler Clubs

Im Rahmen des Spiels zwischen St. Otmar und Pfadi Winterthur findet morgen in St. Gallen die Auslosung der Halbfinals im Schweizer Cup statt. St. Gallen stellt mit dem Frauenteam von Brühl und St. Otmar wie Winterthur mit Pfadi und Yellow je zwei Halbfinalisten. Die Halbfinalpartien werden am 7. Mai in Sursee ausgetragen.

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