Ein Unentschieden für Vaduz

In der Challenge League trennen sich der FC Wil und Schaffhausen in einer animierten Partie torlos. Die Ostschweizer bleiben zwar auf Rang zwei, weisen neun Runden vor Schluss aber bereits zehn Punkte Rückstand auf Leader Vaduz auf.

Simon Dudle
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Wils Jordan Brown ist vor dem Schaffhauser Faruk Gül (rechts) am Ball. (Bild: Urs Jaudas)

Wils Jordan Brown ist vor dem Schaffhauser Faruk Gül (rechts) am Ball. (Bild: Urs Jaudas)

FUSSBALL. Obwohl das Spiel zwischen Wil und Schaffhausen torlos endete, gab es einen Sieger: den FC Vaduz. Die Liechtensteiner, die von 27 Spielen erst zwei verloren haben und am Wochenende Biel mit 3:1 besiegten, weisen nach drei Vierteln der Saison zehn Punkte und mehr Vorsprung auf die gesamte Konkurrenz auf. Damit dürfte ihnen die Promotion kaum mehr zu nehmen sein. «Der Aufstieg ist für uns jetzt fast ausgeschlossen», sagte Wils Trainer Axel Thoma nach der Partie.

Schaffhausen trifft nicht mehr

Der Vergleich seiner Mannschaft und Schaffhausen war ein Spiel, in dem zwar keine Tore fielen, den knapp 2000 Zuschauern aber doch einiges geboten wurde. Die Schaffhauser erwischten den besseren Start, mussten den Rest der ersten Halbzeit aber vornehmlich den Gastgebern überlassen. Vor allem in einer Phase nach rund einer halben Stunde waren die Wiler dem Führungstreffer nahe. Ivan Audino hatte den Torjubel bereits auf den Lippen, traf mit einem Kopfball aber nur die Latte.

In der zweiten Halbzeit besassen die Schaffhauser mehr Spielanteile und auch die grössere Anzahl Torchancen. Sie waren am Ende dem Sieg näher. Dies wurde in den Schlussminuten akzentuiert, als sich Wils Nikola Bozic fünf Minuten vor dem Ende nach einem ausserordentlich kurzen Arbeitstag frühzeitig verabschiedete. Nur sieben Minuten nach seiner Einwechslung zog er wieder von dannen, nachdem er zweimal verwarnt worden war. Die Gäste suchten in numerischer Überzahl den Siegtreffer, fanden ihn aber trotz einiger stehender Bälle nicht. Ihr Trainer Maurizio Jacobacci musste feststellen, «dass wir derzeit einfach nicht zu einem Tor kommen». In Zahlen ausgedrückt liest sich dies so: Von den vergangenen fünf Spielen hat der Aufsteiger keines gewonnen und dabei nur einen Treffer erzielt. Das 0:0 in Wil war ihre dritte Partie in Folge ohne Tor.

Drittes Unentschieden in Serie

Die Wiler sind im Jahr 2014 auch nach neun Spielen unbesiegt, kamen zuletzt aber dreimal in Serie nicht über ein Unentschieden hinaus. Gegen Schaffhausen haben sie auch im dritten Spiel dieser Saison keinen Treffer erzielt, aber immerhin erstmals gepunktet. Auffällig: Seit Haris Tabakovic, der zuvor als Einwechselspieler alle 23 Minuten einen Treffer erzielt hatte, der Stammformation angehört, gewinnen die Ostschweizer nicht mehr. «Die Gegner sind nun gewarnt. Das ist für den Spieler eine gute Herausforderung», sagte Thoma.

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