1:0-Sieg in Nyon
Ein unbeständiger FC Wil kommt eine Runde weiter

Beim Cupauftritt in Nyon zeigen sich die Wiler nicht von ihrer besten Seite. Trotz einer durchwachsenen Leistung setzen sich die Ostschweizer am Ende aber durch.

Gianluca Lombardi
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Es war eine umkämpfte Partie in Nyon.

Es war eine umkämpfte Partie in Nyon.

Bild: Gianluca Lombardi

Von einem Klassenunterschied war in diesem Duell nichts zu sehen. Ganz im Gegenteil, denn die Gastgeber aus der Promotion League spielten mutig nach vorne und stellten den FC Wil durchaus vor Probleme.

Doch je länger die Partie dauerte, umso mehr wurde man vom Gefühl beschlichen, dass es nicht zwingend an der Qualität des Gegners lag, sondern vielmehr an der Leistung der Wiler.

Der Auftritt wirkte ein wenig pomadig, so wie man das schon beim Auswärtsspiel in Winterthur sah. Weil da der Gegner aber deutlich besser war, resultierte am Ende eine 1:3-Niederlage.

Nicht so an diesem heissen Sommerabend am Genfersee. Nyon verpasste es immer wieder, aus besser Position zu reüssieren, sodass am Ende ein Tor von Philipp Muntwiler reichte, um eine Runde weiterzukommen.

Ungenutzte Chancen

In seiner ganzen Art stand dieser Treffer symbolisch für das ganze Spiel. Es war kein schön herausgespieltes Tor, sondern ein über die Linie gestocherter Ball in Grümpelimanier.

So zeigte dieser Treffer aber auch, dass zumindest Muntwiler seine Rolle als Führungsspieler an diesem Abend richtig interpretierte. Andere liessen diese Qualität vermissen.

Auffallend war auch, dass wiederholt Spieler eine Chance in der Startaufstellung bekommen und diese nicht nutzeb. Wie schon gegen Vaduz erlebte Amel Rustemoski den Anpfiff zur zweiten Halbzeit nicht auf dem Spielfeld. Erneut schaffte er es nicht, seinen Startelfeinsatz mit einer guten Leistung zu rechtfertigen. Selbstverständlich ist der Gesamtauftritt des FC Wil aber nicht alleine an seiner Performance festzumachen.

Alex Frei fand nach der Partie deutliche Worte: «Am Schluss ist es auch irgendwo eine Qualitätsfrage.» Er fügte aber auch an, dass man in der Summe mit dem arbeitet, was einem zur Verfügung steht. Es wird sich zeigen ob und wie sich das Team weiterentwickelt.

Nyon – Wil 0:1 (0:1)
Colovray – 250 Zuschauer – Sr. Horisberger.
Tor: 43. Muntwiler 0:1.
Nyon: Chavanne; Gazzetta, Nonga, Sangaré (81. Jaton), Vumbi; Pasche (81. Escorza), Maroufi, Gomes (66. Dugourd), Gaillard; Bunjaku, Danho.
Wil: Keller; Dickenmann, Izmirlioglu, Muntwiler, Heule (46. Brahimi); Kamber, Ndau (93. Ismaili); Malinowski (85. Sauter), Fazliu, Jones (65. Silvio); Rustemoski (46. Bahloul).
Bemerkungen: Nyon ohne Bernet, Marque, Monteiro, Bega, Guerin, Hadjj (alle verletzt), Guedes, Adhanom und Osih (alle nicht im Aufgebot). Wil ohne Zumberi (krank), de Mol (verletzt), Krunic, Abazi, Daniel, Miranda und Sarho (alle nicht im Aufgebot). – Verwarnungen: 2. Maroufi, 56. Danho, 73. Gaillard, 84. Malinowski.

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