Ein unangenehmer Gast

Die 25:26-Niederlage am Sonntag gegen GC Amicitia in Zürich bringt St. Otmar unter Zugzwang. Morgen erhalten die St. Galler um 17 Uhr die Möglichkeit zur Rehabilitation. Zu Gast ist aber Schaffhausen, der Titelfavorit Nummer eins.

Daniel Good
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Morgen hat St. Otmars Tomas Babak viel Widerstand zu erwarten. (Bild: Michel Canonica)

Morgen hat St. Otmars Tomas Babak viel Widerstand zu erwarten. (Bild: Michel Canonica)

HANDBALL. Die Punktverluste in der zweiten NLA-Runde hatte St. Otmar nicht einkalkuliert. Lange sah es im Auswärtsspiel gegen GC Amicitia nach einem positiven Resultat für die St. Galler aus. Zumindest ein Unentschieden wäre am Sonntag gegen den Abstiegsrunden-Teilnehmer der vergangenen Saison möglich gewesen, glich St. Otmar doch acht Sekunden vor Schluss zum 25:25 aus. «In der Kabine waren alle niedergeschlagen», sagt Köbi Hörler. Er ist seit dieser Saison zusammen mit Dominique Gmür Sportlicher Leiter des St. Galler NLA-Clubs. Hörler ersetzt den früheren Nationalspieler Roman Derungs, der sich aus beruflichen Gründen zurückgezogen hat.

«Seit Montag ist die Stimmung aber in jedem Training besser geworden», sagt Hörler weiter. «Die Mannschaft ist motiviert und hungrig.» Der Erfolg in Form eines Sieges sollte sich schon morgen im Heimspiel ab 17 Uhr in der Kreuzbleichehalle gegen Titelverteidiger Kadetten Schaffhausen einstellen. Denn nach dem morgigen Gastspiel des Champions-League-Teilnehmers aus Schaffhausen folgen für St. Otmar die schweren Auswärtsspiele gegen Bern Muri am nächsten Mittwoch und Kriens-Luzern am 27. September. Es könnte also der Fall eintreten, dass die St. Galler nach fünf Runden mit bloss zwei Punkten aus dem 26:25-Heimsieg gegen Gossau zu Buche stehen.

Siebenmal in Folge verloren

Wollen die St. Galler einen Fehlstart verhindern, ist morgen ein positives Resultat gegen die Kadetten Pflicht. Allerdings hat St. Otmar gegen Schaffhausen seit dem 3. Dezember 2012 nicht mehr gewonnen und seither in der Meisterschaft siebenmal in Folge verloren. «Wenn von hinten bis vorne alles stimmt, haben wir durchaus Chancen», sagt der 49jährige Hörler, dessen 20jähriger Sohn Ramon am rechten Flügel spielt. Das Video-Studium der Partie zwischen Schaffhausen und Gossau bestärkte die Zuversicht in den Reihen St. Otmars. Schaffhausen hinterliess am Dienstag trotz des 30:22-Sieges gegen Fortitudo keinen überzeugenden Eindruck. Aber dank vielen erfolgreichen Gegenstössen schufen die Schaffhauser gegen Aussenseiter Gossau die entscheidende Differenz. St. Otmar muss deshalb morgen durch konzentriertes und engagiertes Verteidigen versuchen, Gegenstoss-Möglichkeiten der Schaffhauser zu unterbinden.

Noch nicht in Form

Schaffhausen verlor in der ersten NLA-Runde auswärts gegen Wacker Thun. Nach zwei Siegen befindet sich der Meisterschaftsfavorit nun wieder einigermassen im Soll. In Form sind die Kadetten allerdings noch nicht. Insbesondere im Hinblick auf das erste Spiel in der Champions League am 25. September gegen den polnischen Club Kielce muss sich Schaffhausen steigern. Verletzt sind die Regisseure Andrija Pendic und Peter Kukucka. St. Otmar kann komplett antreten, um die Hypothek aus dem Zürcher Spiel zu korrigieren und möglichst früh einen Fehlstart abzuwenden.

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