Ein starker Lauf reicht Lara Gut nicht

Das Schweizer Team bleibt im WM-Riesenslalom der Frauen ohne Podestplatz. Lara Gut ist als beste Schweizerin auf dem siebten Rang plaziert. Wendy Holdener, Dominique Gisin und Fabienne Suter erleben eine Enttäuschung.

Christof Krapf/Schladming
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SPO_Schladming_Kasten_15_02_13

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SKI ALPIN. Lara Gut vergab ihre zweite Medaille an dieser WM im ersten Lauf des Riesenslaloms. In diesem handelte sie sich einen grossen Rückstand ein, den sie im zweiten Durchgang trotz einer angriffigen und beherzten Fahrt nicht mehr entscheidend aufholen konnte.

Die Tessinerin wurde am Ende Siebte, verlor allerdings 2,38 Sekunden auf die Siegerzeit der Französin Tessa Worley. «Wer heute zwei starke Läufe erwischt hat, hat eine Medaille gewonnen. Vor allem Tessa ist das gelungen», sagte die 21-Jährige. Gänzlich unzufrieden war die Super-G-Silbermedaillengewinnerin mit ihrer Leistung aber nicht. «Ich muss im Riesenslalom noch stark an mir arbeiten. Der siebte Rang war aber aus meiner Sicht in Ordnung.» Mit ihrem zweiten Rang im Super-G in der vergangenen Woche hat Gut ihr Soll in Schladming ohnehin erfüllt.

Gisin scheidet erneut aus

Der Rest der Schweizer Equipe erlebte im Riesenslalom – der Wettkampf war wohl die letzte Schweizer Medaillenchance in Schladming – einen Tag zum vergessen. Dominique Gisin, die trotz gebrochenem Mittelhandknochen angetreten war, schied aus. «Ohne die Verletzung hätte ich das Ausscheiden vielleicht verhindern können. Aber auch dann hätte ich viel Zeit verloren», sagte eine sichtlich enttäuschte Gisin. Die Obwaldnerin kämpfte an einem Grossanlass erneut glücklos und wartet weiterhin auf ihre erste Medaille an einer WM oder an Olympischen Spielen.

Gisins Teamkolleginnen Wendy Holdener und Fabienne Suter schafften den Exploit ebenfalls nicht. Holdener qualifizierte sich zwar für den zweiten Lauf, wurde am Ende allerdings lediglich 26. Suter verlor hingegen bereits im ersten Durchgang über fünf Sekunden auf die Bestzeit und verpasste den Sprung unter die ersten 30. «Ich hatte während der Fahrt ein sehr gutes Gefühl und fuhr trotzdem mit grossem Rückstand ins Ziel. Dies ist ein echter Dämpfer», sagte Holdener.

Holdeners zweite Chance

Immerhin besitzt die 19jährige Schwyzerin morgen in ihrer Paradedisziplin Slalom noch eine Chance auf eine Spitzenplazierung. Für die Schweiz wird es aber in Schladming wohl bei der einen Silbermedaille von Gut bleiben. Ein Podestplatz im Riesenslalom der Männer heute oder in den beiden Slalom-Wettkämpfen wäre eine Überraschung.