Ein Spitzenspiel als Ziel

Mit einem Training und Fitnesstests ist der FC Wil in die Vorbereitung auf die Rückrunde in der Challenge League gestartet. Trainer Francesco Gabriele sieht Handlungsbedarf in der Defensive.

Simon Dudle
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Der Wiler Michael Eisenring (Mitte) ist einer von sieben Nachwuchs-Testspielern beim Trainingsauftakt. Rechts hinten: Samir Fazli. (Bild: Benjamin Manser)

Der Wiler Michael Eisenring (Mitte) ist einer von sieben Nachwuchs-Testspielern beim Trainingsauftakt. Rechts hinten: Samir Fazli. (Bild: Benjamin Manser)

FUSSBALL. 16 Punkte liegen die Ostschweizer bei Saisonhälfte hinter Leader Wohlen, zehn Punkte vor der Abstiegszone. Man wird in Wil aller Voraussicht nach froh sein, wenn die Spannung in der Rückrunde nicht allzu gross ist. Nachdem die Hinrunde über weite Strecken enttäuschend verlaufen ist und die Wiler Ende November in Baulmes gar einen Abstiegskampf gegen Aufsteiger Le Mont zu bestreiten hatten, ist nach drei guten Leistungen zum Jahresende so etwas wie Aufbruchstimmung spürbar. «Nimmt man die letzten drei Spiele des Jahres, so ist Wil die beste Mannschaft der Liga», sagt Trainer Francesco Gabriele.

Auf die Jungen setzen

Trotzdem lässt er allzu hohe Zielsetzungen aussen vor und spricht davon, dass man «auf dem Boden bleiben» müsse und sich im Frühling «ein Spitzenspiel» erarbeiten wolle. «Die Mannschaft hat es verdient, bestätigt zu werden», sagt Gabriele.

So erstaunte es wenig, dass beim gestrigen Trainingsauftakt kaum neue Gesichter zu sehen waren. Zu ihnen gehörten neben Enis Latifi, Caine Keller und Robin Estermann aus dem eigenen Nachwuchs vier Juniorenspieler von anderen Vereinen, namentlich Fabio Schmid und Lulzim Salija von der U21 des FC Zürich und Jan Breitenmoser sowie Michael Eisenring von der ältesten Nachwuchsmannschaft des FC St. Gallen. Breitenmoser, Eisenring und Salija sind in Wil aufgewachsen. Der Verein bleibt damit seiner Philosophie treu, Akteure aus der Region der ersten Mannschaft anzunähern.

Nicht mit dabei waren Sandro Lombardi, der zu Ligakonkurrent Lugano transferiert worden ist, und der nach wie vor verletzte Stürmer Haris Tabakovic. Nachdem dessen Meniskus genäht werden musste, wird er erst Ende Januar das Training wieder aufnehmen und den Rückrundenstart verpassen. Ebenfalls nicht mit dabei war gestern Verteidiger Jong-Hyok Cha, der mit der nordkoreanischen Nationalmannschaft am Asien-Cup im Einsatz ist. Wann er zurückkehrt, ist offen. Der Vertrag mit dem jungen Rumänen Andrei Bejdea wurde im gegenseitigen Einvernehmen aufgelöst.

Engpass in der Defensive

Am ehesten Handlungsbedarf sieht Gabriele in der Innenverteidigung, da bei einem Ausfall von Federico Platero oder Granit Lekaj entweder Mittelfeldspieler Marko Muslin zurückgezogen werden müsste oder der junge Estermann zum Einsatz gelangte. «In der Defensive suchen wir noch ein bis zwei Spieler. Es dürfte ein junger Akteur eine Chance erhalten. Auch Eisenring kommt in Frage», sagt Gabriele.