Ein souveräner Finaleinzug

WASSERBALL. Titelverteidiger Kreuzlingen ist weiter auf Kurs. Die Thurgauer Wasserballer besiegen den Rekordmeister aus Horgen auch im dritten Halbfinalduell. Nach dem 14:4 steht fest: Das Team von Sirko Roehl kann den Favoriten Lugano fordern.

Christof Keller
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Die Zürcher Angreifer scheiterten immer wieder an der erneut sehr kompakten Defensive des Titelverteidigers, der zudem auf einen starken Torhüter zählen durfte. (Bild: Mario Gaccioli)

Die Zürcher Angreifer scheiterten immer wieder an der erneut sehr kompakten Defensive des Titelverteidigers, der zudem auf einen starken Torhüter zählen durfte. (Bild: Mario Gaccioli)

Vor einer grossen Kulisse (500 Zuschauer) und bei idealen äusseren Bedingungen ging am Samstagabend im Kreuzlinger Schwimmbad Hörnli die Halbfinalserie in die 3. Runde. Da die Thurgauer Wasserballer zur Freude ihrer Anhänger, insgesamt aber doch etwas überraschend die beiden ersten Begegnungen dominierten, standen die Vorzeichen für den direkten Finaleinzug günstig.

In einer zwar etwas einseitigen, trotzdem aber stimmungsvollen und attraktiven Partie erfüllten die SCK-Wasserballer die in sie gesetzten Erwartungen.

SCK-Trainer Sirko Roehl ging keinerlei Risiken oder Experimente ein. Obwohl er auf gut ausgebildete und durchtrainierte Spieler jüngeren Jahrgangs bauen könnte, setzte er zu Beginn der Partie voll auf seine Routiniers.

Sie sollten den Horgenern früh den Schneid abkaufen und dafür sorgen, dass die Torproduktion sofort startet und schon im ersten Viertel klare Akzente setzt. So war das 5:1 zur ersten Pause eigentlich nur die logische Folge eines klaren Konzeptes, das die Akteure im Wasser umzusetzen vermochten.

Mit leicht reduziertem Tempo und etwas weniger Druck agierten die Einheimischen auch im zweiten und dritten Viertel souverän.

Ohne Gegentreffer, mit solidem Angriffswasserball und viel Einsatzzeit für sämtliche Feldspieler endeten die beiden mittleren Spielabschnitte je 3:0.

Auch 2. Anzug hält mit

Kreuzlingens Trainer nützte das 11:1 vor dem letzten Viertel, um einerseits Nachwuchsgoalie Hansjörg Weber Spielpraxis zu gewähren und andererseits seinen Protagonisten Verschnaufpausen zu gönnen. Trotz der zahlreichen personellen Rochaden verlief das Spiel aber immer noch ausgeglichen.

Mit je drei Toren zum Gesamtskore von 14:4 endete nicht nur die Begegnung, sondern gleich auch die auf drei Gewinnpartien angesetzte Halbfinalserie.

Erholungszeit für beide

Der direkte Finaleinzug ermöglicht nun der Mannschaft von Erfolgscoach Sirko Roehl eine kurze Erholungszeit und eine konzentrierte Vorbereitung.

Das gleiche gilt für Finalgegner Lugano, der sich gegen Aegeri nach anfänglichen Schwierigkeiten ebenso mit 3:0 Siegen klar durchsetzte.

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