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Ein Shorthander zur richtigen Zeit

Mit einer kämpferischen Leistung, wie man sie gerne auch öfter in der heimischen Güttingersreuti sähe, holt Thurgau auswärts gegen Ajoie einen 1:3-Rückstand auf – und gewinnt schliesslich zum dritten Mal in dieser Saison.
Matthias Hafen/Pruntrut

Als Jordane Hauert bei Spielmitte das 3:1 für Ajoie erzielte und Adrian Brunner nicht einmal zwei Minuten später auf die Strafbank geschickt wurde, musste man für Hockey Thurgau das Schlimmste befürchten. Dabei war es im Nachhinein das Beste, was den Ostschweizern an diesem Abend passieren konnte. Anstatt sich der neunten Niederlage im elften Spiel hinzugeben, ging ein Ruck durch die Gastmannschaft, den man so nicht erwartet hatte.

Mit der Wut im Bauch nutzte Mike Vaskivuo eine Unachtsamkeit in der Powerplay-Formation der Jurassier, schnappte sich den Puck und bezwang Ludovic Waeber im Ajoie-Tor mit einem Schuss in die tiefe Ecke. Anstatt 4:1 für Ajoie stand es nur noch 2:3 aus Sicht der Thurgauer. Es war ein Shorthander zur richtigen Zeit. Und einer, der die Mannschaft von Trainer Stephan Mair beflügelte. Die zweite Hälfte des Mitteldrittels war etwas vom Besten, was die NLB-Eishockeyaner aus Weinfelden in dieser Saison bislang zeigten. Alle kämpften wie die Löwen, schnitten den zuvor überlegenen Ajoulots mehr und mehr den Schneid ab und wurden dafür auch einmal belohnt. Brunner gelang 20 Sekunden vor der zweiten Drittelspause der 3:3-Ausgleich.

Goalie Huber in grossartiger Form

Auf die gleiche Weise, wie Thurgau aufholte, verteidigte es das Unentschieden im Schlussdrittel. Doch nicht nur das: Der NLB-Meister Ajoie kam jetzt kaum mehr zu Chancen. Dafür die Gäste umso mehr, vor allem durch den omnipräsenten Michael Loosli. Der Stürmer des 1.-Liga-Partnerteams Pikes Oberthurgau gehörte einmal mehr zu den besten Thurgauern. Er bereitete mit einem Energieanfall den wichtigen Anschlusstreffer zum 1:2 durch Patrick Brändle vor (16.).

In der Defensive hielt derweil Goalie Kevin Huber alles, was auf seinen Kasten kam. In der 56. Minute gelang ihm ein sogenannter «Big Save», als er ein Geschoss des Ajoie-Kanadiers Jonathan Hazen spektakulär entschärfte. So erspielten sich die Ostschweizer in der bitterkalten Ajoie einen verdienten Auswärtspunkt, den sie am Ende sogar noch zu einem Sieg aufwerteten.

Küng trifft im Penaltyschiessen zweimal

Mit dem 14. Penalty entschied Andreas Küng das Spiel schliesslich zugunsten Thurgaus. Der Assistenz-Captain hatte im Penaltyschiessen gleich zweimal getroffen, dazu noch einmal Vaskivuo. Dass die Thurgauer die Heimreise mit dem dritten Sieg der Saison und weiteren zwei Punkten antreten konnten, hatten sie vorab ihrer geschlossenen Mannschaftsleistung zu verdanken. Und ganz nebenbei beendeten sie noch eine bemerkenswerte Serie. In den zehn Runden zuvor gewann in den Spielen mit Ajoie immer das Team, welches das erste Tor erzielt hatte. Nicht so an diesem Abend.

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