Ein Routinier für den HC Thurgau

Verstärkung für den HC Thurgau auf die kommende Saison hin: Der NLB-Club hat mit Ronny Keller den derzeit besten Schweizer Verteidiger der zweithöchsten Liga verpflichtet.

Nicole D'orazio
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Ronny Keller (rechts) hat diese Saison seine künftigen Kollegen schon einige Male vor Probleme gestellt. (Bild: Mario Gaccioli)

Ronny Keller (rechts) hat diese Saison seine künftigen Kollegen schon einige Male vor Probleme gestellt. (Bild: Mario Gaccioli)

eishockey. Gute Neuigkeit für den HC Thurgau: Auf die kommende Saison hin haben die Verantwortlichen mit Ronny Keller einen starken und routinierten Verteidiger verpflichtet. Der 31-Jährige erhält einen Dreijahresvertrag bis zum Ende der Saison 2013/14. «Mit Keller haben wir einen Wunschtransfer getätigt», sagt Roger Maier, Sportchef des HCT. «Mit ihm können wir unsere Verteidigung stärken, und er ist auch offensiv stark.» Keller, der die dritte Saison beim HC Sierre unter Vertrag steht, sei derzeit der beste Schweizer Verteidiger in der NLB und der zweitbeste Schweizer Skorer.

Maier ist derzeit mit vielen anderen Spielern im Gespräch. Die HCT-Akteure Thomas Dommen und Andreas Küng verfügten über laufende Verträge, mit den anderen müsse er neu verhandeln. Mehr könne er nicht verraten. «Mir ist es jedoch auch wichtig, dass die Charaktere der Spieler zusammenpassen. Nun setze ich das Puzzle Stück um Stück zusammen», sagt Maier.

Rückkehr in den Thurgau

Ronny Keller ist im Thurgau kein Unbekannter. Von 2005 bis 08 war er bereits unter Felix Burgener beim HCT engagiert und kennt das Umfeld. «Das war für mich einer der Gründe für den Wechsel», erklärt Keller. «Mit Rolf Schrepfer habe ich beispielsweise bei den ZSC Lions gespielt.»

Beziehung als Hauptgrund

Den Ausschlag gab jedoch ein anderer: «Meine Frau wohnt in Volketswil. Seit ich in Sierre spiele, führen wir sozusagen eine Wochenend-Beziehung.

Das wollen wir nicht mehr.» Er habe darum bereits relativ früh mit dem HC Thurgau das Gespräch gesucht. «Unsere Philosophien passen und es kam bald zu einer Einigung.» In Sierre hätte man ihm zwar mehr bezahlt, «doch es zählt nicht nur das Geld», so Keller.

In Sierre bedauert man den Abgang des Verteidigers. «Wir wollten den Vertrag mit Keller verlängern», sagt Sierre-Trainer Morgan Samuelsson. «Doch ich kann seine Gründe für den Wechsel nachvollziehen und habe damit kein Problem.

» Für sein Team sei der Abgang jedoch ein Verlust.