Ein Punkt könnte für die Young Boys viel wert sein

Drucken
Teilen

Fussball Die Young Boys mit guten und der FC Lugano mit dezimierten Chancen treten heute in der vorletzten Runde der Europa-League-Gruppenphase an. Die Berner spielen bei Partizan Belgrad, Lugano empfängt in Luzern Hapoel Be’er Sheva. Die Young Boys müssen vor dem Gastspiel in Serbien nicht viele Rechenspiele anstellen. Verlieren sie, scheiden sie wie schon vor einem Jahr aus. Mit einem Unentschieden bleiben sie zwei Punkte hinter dem zweitplatzierten Partizan. Danach könnten sie mit einem Heimsieg gegen die ambitionslosen Albaner von Skenderbeu Korça auf den zweiten Platz vorstossen, falls Partizan das Auswärtsspiel gegen das bereits für die K.-o.-Phase qualifizierte Dynamo Kiew verliert. Mit einem Sieg in Belgrad hätten die Berner alle Vorteile auf ihrer Seite.

Trainer Adi Hütter lässt keinen Zweifel offen, dass er nebst der Meisterschaft auch dem Europacup grosses Gewicht beimisst. Der Österreicher wird in Belgrad die gleichen Spieler forcieren wie zuletzt in den mehrheitlich positiv ausgegangenen Partien der Super League. Der nach einem Schlag in den Rücken im Spiel gegen Zürich nicht einsatzfähige Abwehrchef Steve von Bergen muss ersetzt werden. Der junge Hüne Gregory Wüthrich dürfte den Routinier ersetzen.

Lugano will den Schwung nutzen

Nach zwei Siegen und einem Unentschieden in den letzten drei Meisterschaftsspielen hat Lugano einen Schwung aufgenommen, den er in die Europa League weiterziehen könnte. Das Weiterkommen ist rechnerisch nach nur einem Sieg in vier Spielen zwar noch möglich, aber nicht realistisch. Dafür müssten die Tessiner nicht nur Hapoel Be’er Sheva bezwingen – die Israeli gewannen das Hinspiel 2:1 –, sondern in der letzten Runde auch noch auswärts den souveränen Leader FCS Bukarest. Zudem darf Viktoria Pilsen nicht mehr als zwei Punkte holen. (sda)