Ein neuer Trainer und ein Stadionumbau für den FC Wil

Vor zahlreichen Zuschauern präsentierte der FC Wil am Donnerstagabend seine neue Mannschaft. Dabei sprachen Trainer Alex Frei und Präsident Maurice Weber über Ziele und Visionen auf und neben dem Fussballplatz.

Gianluca Lombardi
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Alex Frei sprach über das Team und seine Vorstellungen.

Alex Frei sprach über das Team und seine Vorstellungen.

Bild: Gianluca Lombardi

Es war ein gelungener Abend im Wiler Sportpark Bergholz. Viele interessierte Fans strömten in Stadion, um die neue Mannschaft des heimischen FC Wil kennenzulernen. Doch ehe Moderator und Pressesprecher Dani Wyler diese präsentiere, sprach er mit Maurice Weber über die aktuelle Situation, die anstehende Saison und über mögliche Kaderveränderungen.

Der interessanteste Punkt dabei war wohl die Zukunft des Stadions. FC-Wil-Präsident Maurice Weber strebt an, dass bereits nächstes Jahr mit dem Umbau begonnen werden soll. Dabei wird die Gegentribüne komplett überdacht, es entsteht ein neues Kassenhaus und weitere Sitzschalen werden installiert. Doch auch der angrenzende Spielplatz soll endlich eine Toilettenanlage kriegen. Bisher dient dort ein mobiles WC als Lösung.

So soll die umgebaute Gegentribüne bald aussehen.

So soll die umgebaute Gegentribüne bald aussehen.

Bild: zvg

Über die Finanzierung sagte Weber, dass diese durch den Kanton, die Stadt und den FC Wil erfolgen soll. Seit 2018 liegt der Stadt ein fertiges Projekt vor. Es liegt nun an ihr Gas zu geben und das Projekt voranzutreiben.

Dabei könnten die Stadt zugleich auch das Problem mit der mangelhaften Lichtanlage und der daraus resultieren Emission lösen, denn das neue Dach der Gegentribüne würde eine LED-Beleuchtung beinhalten. Es wäre für alle Beteiligten eine Win-Win-Situation.

Es liegt nun an der Stadt, dass hier Bewegung ins Spiel kommt.

Es liegt nun an der Stadt, dass hier Bewegung ins Spiel kommt.

Bild: zvg

Hauptsponsor mit Vorbildsfunktion

Die Wiler präsentierten an diesem Spätsommerabend den neuen Hauptsponsor. Planet Pure ziert neu das Trikot des FC Wil. Der Waschmittelhersteller verspricht Produkte, die zu 100 Prozent biologisch und nachhaltig sind und möchte damit eine Vorreiterrolle in diesem Segment einnehmen. Der neue Trikotsponsor ist stolz auf die Zusammenarbeit mit dem Fussballclub. Die Art und Weise wie mit jungen Spielern gearbeitet wird und wie hervorragend diese ausgebildet werden sei äusserst beeindruckend.

Eine Strategie, welche die Wiler auch diese Saison konsequent verfolgen werden. Sämtliche präsentierten Neuzugänge sind erneut deutlich unter 25 Jahre alt und repräsentieren die Wiler Ausrichtung. Nicht mehr mit dabei war Andrea Padula. Dieser hatte in der Rückrunde auf sich aufmerksam gemacht und weilt derzeit für Vertragsverhandlungen bei einem anderen Verein. Wohin es ihn ziehen wird, liess sich aber niemandem entlocken.

Neu mit dabei ist dafür Sékou Camara. De Stürmer aus Guinea spielte zuletzt in Marokko und soll das Wiler Angriffsspiel verstärken. Der grossgewachsene Neuzugang wird aber wohl noch einige Zeit auf seine Arbeitsbewilligung warten müssen und dürfte diesen Samstag wohl noch nicht spielberechtigt sein.

Neuer Trainer, neues System

Prominentester Neuzugang ist wohl der Cheftrainer Alex Frei. Der Rekordtorschütze der Schweizer Nationalmannschaft positionierte sich klar und sprach offen über seine Vorstellungen von Fussball. «Ich bin kein Verfechter des Defensivspiels», so der neue Übungsleiter. Er fügte aber auch an: «Es wird so sein, dass wir offensiv spielen, aber immer mit Intelligenz.»

Man darf aus dieser Aussage heraus vermuten, dass die Ausrichtung der Wiler nicht mehr ganz so offensiv sein wird, trotzdem aber wohl für unterhaltsamen Fussball stehen wird. Viel Vorbereitungszeit bleibt dem Basler nicht. Bereits am Samstag startet die neue Saison mit einem Cupspiel beim FC Aarau. Frei sieht diese Partie als Möglichkeit, sein Team besser kennenzulernen. Dabei betonte er aber, dass trotzdem der Fokus auf einem möglichen Weiterkommen im Wettbewerb liegt.