Ein Nationalspieler für St. Gallen

Wie erwartet hat der FC St. Gallen einen Spieler verpflichtet. Edgar Salli, Nationalspieler Kameruns, stösst leihweise für ein Jahr von Monaco zu den Ostschweizern. Er soll der Offensive mehr Kreativität verleihen.

Christian Brägger
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FUSSBALL. Das Bild auf Twitter, das vor ein paar Tagen veröffentlicht worden war, hatte doch seine Richtigkeit, auch wenn es einer Fotomontage gleichkam. Es hatte den Kameruner Edgar Salli gezeigt, der das Trikot des FC St. Gallen in die Kamera hielt. Gestern nun folgte die Bestätigung, dass der Mittelfeldspieler vom Ligue-1-Club Monaco für ein Jahr an die Ostschweizer ausgeliehen wird. Salli hielt also wieder – diesmal ganz offiziell – ein St. Gallen-Leibchen, seine neue Nummer 21, in die Kamera.

Trotz der erst 23 Jahre hat Salli bereits einiges in der Karriere erlebt. Der kleingewachsene Profi lief 19mal für die Nationalmannschaft Kameruns auf und nahm im vergangenen Jahr an der WM in Brasilien teil; dort wechselte ihn der deutsche Trainer Volker Finke immerhin zweimal in der Schlussphase der beiden verlorenen Vorrundenspiele gegen Kroatien und Brasilien ein.

Jahre der Leihe

In der vergangenen Saison war Salli auf Leihbasis für Coimbra, den Erstligisten Portugals, tätig. Im Jahr davor hatte ihn Monaco an Lens in die Ligue 2 ausgeliehen. Dabei hatte Sallis Frankreich-Abenteuer als 19-Jähriger mit vielen Einsätzen für das damals in der Zweitklassigkeit schmorende Monaco noch hoffnungsvoll begonnen.

Schienbeinbruch – jetzt fit

Zuletzt war Salli durch einen Schienbeinbruch vier Monate lang verletzt, absolvierte aber die Vorbereitung mit der Profimannschaft der Monegassen. «Er ist variabel in der Offensive einsetzbar, technisch stark, schnell und bringt auch die Kreativität mit, die wir benötigen. Er wird uns hoffentlich verstärken», sagt Sportchef Christian Stübi. St. Gallens Offensive, die in fünf Ligaspielen erst vier Tore produzierte, kann das nur recht sein.

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