Ein letzter Strohhalm bleibt

Der NLB-Club Thurgau verliert das Auswärtsspiel gegen Martigny 3:4. Damit beträgt der Rückstand auf die GCK Lions vor der morgigen Schlussrunde drei Punkte – und drei Tore.

Matthias Hafen/Martigny
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EISHOCKEY. Mit der gestrigen Niederlage in Martigny ist Thurgaus Playoff-Hoffnung praktisch auf null gesunken. Es müsste in der morgigen Schlussrunde, in der alle um 17.30 Uhr spielen, schlicht alles für die Ostschweizer laufen, damit sie auch im zweiten Jahr unter Trainer Christian Weber das Playoff erreichen. Erstens dürften die GCK Lions in ihrem Heimspiel gegen Langenthal zu keinem Punkt kommen, zweitens müsste Thurgau in Weinfelden gegen Ajoie ohne Zuhilfenahme von Verlängerung oder Penaltyschiessen gewinnen. Und drittens müssten die Ostschweizer gegenüber den Zürchern punkto Tordifferenz noch ein Defizit von drei Toren gutmachen. Das ist ein bisschen viel Hoffen und Bangen für eine Mannschaft, die seit Wochen ihrem Saisonziel hinterherrennt.

Führung schnell verspielt

Allerdings schaffte Thurgau auch in der vergangenen Saison den Sprung über den Trennstrich erst im allerletzten Spiel. Auch wenn das noch einen Funken Hoffnung verleiht: Der Tabellenletzte hätte seine Chance besser gestern schon genutzt – und die gab es. Etwa, als Elia-Marius Mettler die Gäste in der 44. Minute erstmals in Führung brachte. Bei seinem 3:2 düpierte er Martignys Goalie Gauthier Descloux am nahen Pfosten. Doch nur vier Minuten später war das Skore schon wieder bei Gleichstand. Um das zu verhindern, hätte sich Thurgau defensiv schon etwas mehr Mühe geben dürfen.

Auch Chancen wie jene von Patrick Bloch zwei Minuten vor dem Ende des zweiten Drittels muss man im Spiel der zweitletzten Chance einfach verwerten. Der Verteidiger vermochte als vorderster Mann eine Zwei-gegen-eins-Überzahl nicht zum 3:2 abzuschliessen.

Wille und Einsatz vorhanden

So rannten die Gäste im bitterkalten Forum d'Octodure immer wieder einem Rückstand hinterher. Immerhin blieben sie gegen den individuell eindeutig stärkeren Kontrahenten bis zum Schluss, als mit einem sechsten Feldspieler anstelle von Goalie Dominic Nyffeler alles probiert wurde, dran. Das sprach für den Willen und den Einsatz, den der scheidende Captain Benjamin Winkler und sein Team zutage legten. Dass Headcoach Weber für dieses Schlüsselspiel aber einmal mehr auf Schlüsselspieler Adrian Wichser verzichten musste, passt zur Saison der Ostschweizer. Wichser laboriert schon länger an einer Knieverletzung und konnte gestern auf keinen Fall eingesetzt werden.

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