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Ein goldener Auftakt in Österreich

Mit dem Schweizer Abend geht an der Gymnaestrada in Dornbirn einer der Höhepunkte über die Bühne
Theres Bühlmann
Eine der Turnerinnen des BTV Luzern an der Hauptprobe in Biel. Bild: PD

Eine der Turnerinnen des BTV Luzern an der Hauptprobe in Biel. Bild: PD

Der Turnsport als Schweizer Exportartikel? Ja. Dies zeigt jeweils der Schweizer Abend im Rahmen der Gymnaestrada: Früh ausverkaufte Sitzplätze und lange Schlangen vor dem Eingang. Dies wird auch am kommenden Montag in Dornbirn (AUT) nicht anders sein. Zweimal, um 18 Uhr und 20.30 Uhr, zeigen 14 Gruppen, was die Schweiz turnerisch alles zu bieten hat. «Gymnastics is for the life», lautet das Motto des Schweizer Abends. Rund 500 Akteure im Alter von 4 bis 88 Jahren nehmen die Zuschauer mit auf den Lebensweg eines Schweizer Turnenden, alles umgesetzt in einer temporeichen Show, unterstützt mit Licht- und Toneffekten. Integriert ist auch eine Behindertensportgruppe von PluSport.

Kinderwagen kommen zum Einsatz

Eröffnet wird der Schweizer Abend vom BTV Luzern, der unter der Leitung von Selina Rinert und Nicole Strässle eine Schaukelringvorführung zeigt, gepaart mit Tanz- und Partnerelementen, gekleidet in Gold-blau und passend geschminkt. Diese BTV-Performance unterscheidet sich vom Wettkampfprogramm, für welches die Luzerner am Eidgenössischen Turnfest (ETF) in Aarau die Höchstnote 10 bekamen. So mussten die rund 40 Turnerinnen und Turner ab und zu Gymnaestrada-Spezialtrainings einschalten. «Es dauerte jeweils etwa 10 Minuten, bis wir im Kopf auf die neue Übung umschalten konnten», sagte Nicole Strässle.

«Inspiration» steht über der BTV-Vorführung als Titel. Gedacht als Einstieg in das Turnen, soll die Vorführung Freude und Motivation für diesen Sport vermitteln, dies gelingt der Luzerner Crew sehr gut. Für Nicole Strässle ist es die zweite Teilnahme an einer Gymnaestrada. «Es ist sehr schön, zusammen mit dem Verein diesen Anlass zu bestreiten und zu geniessen», sagte sie. Auch etwas Spezielles ist dieses Weltturnfest für Beni Boos, Präsident des BTV Luzern. Einmal schon der Umstand, ohne Notendruck aufzutreten und vor allem auch andere Länder und Kulturen kennen zu lernen. «Vor allem für junge Turner ist es immer wieder einzigartig, diesen Sport auf internationaler Ebene zu erleben.»

Zurück zum Schweizer Abend – und zum Lebensweg eines Turnenden. Irgendeinmal sind Babys da. Um diesen Lebensabschnitt kümmert sich die Gymnastikgruppe des Turnverbandes Luzern, Ob- und Nidwalden unter der Leitung von Sabina Geiser (Eschenbach). Die 20 Akteure, 17 Frauen und drei Männer im Alter von 17 bis 65 Jahren, gehen mit ihrem Nachwuchs im Kinderwagen spazieren, geniessen diese Ausflüge, reichen die Flasche und trösten, wenn nötig, alles choreografisch schön umgesetzt, gepaart mit viel Mimik. Dieser Schweizer Abend kann nahtlos an die erfolgreichen Darbietungen der letzten Gymnaestrada-Austragungen anknüpfen. Dies zeigte die Hauptprobe am 18. Mai in Biel. Für das Potpourri gab es lang anhaltende stehende Ovationen. Man muss kein Prophet sein, um vorauszusagen, dies wird auch in Dornbirn am kommenden Montag nicht anders sein.

Festival ohne Notendruck

Die Gymnaestrada ist ein vom internationalen Turnerbund (Fédération Internationale de Gymnastique/FIG) organisiertes Weltturnfest, welches alle vier Jahre stattfindet und zum ersten Mal 1953 in Rotterdam ausgetragen wurde. An der 16. Austragung im österreichischen Dornbirn (7. bis 13. Juli) nehmen rund 20 000 Turnende aus über 50 Ländern teil, und sie wird morgen Sonntag (16.00) eröffnet. Zu sehen ist die ganze Bandbreite des internationalen Turnsports – von Gymnastik, Shows, über Geräteturnen bis zu länderspezifischen Besonderheiten. Das Weltturnfest ist ein Anlass , bei dem keine Noten vergeben werden. Es bietet sich so die Möglichkeit, das Können ohne Druck einem internationalen Publikum zu präsentieren. Im Mittelpunkt stehen aber auch Begegnungen und der Gedankenaustausch mit Gleichgesinnten aus den verschiedenen Ländern. Die Schweiz stellt seit Jahren eines der grössten Kontingente und ist in Dornbirn mit rund 3000 Teilnehmenden vertreten. (T. B.)

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