Ein Gegner in Reichweite

VOLLEYBALL. Im Sechzehntelfinal des Challenge Cups empfängt Volley Amriswil morgen Mittwoch das Team von Azerneft Baku aus Aserbaidschan. Zweite Achtelfinal-Qualifikation im Visier.

Markus Rutishauser
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Libero Adrian Rutishauser ist ein sicherer Wert in der Defensive von Volley Amriswil. (Bild: Mario Gaccioli)

Libero Adrian Rutishauser ist ein sicherer Wert in der Defensive von Volley Amriswil. (Bild: Mario Gaccioli)

Nach dem erwarteten Aus im CEV-Cup gegen das europäische Spitzenteam von Bre Banca Cuneo (It) geht es für die Amriswiler morgen Mittwoch international im Challenge Cup weiter. Um 19 Uhr empfangen sie im Sechzehntelfinal-Hinspiel mit Azerneft Baku einen nahe unbekannten Gegner. Die aserbaidschanische Hauptstadt liegt am Kaspischen Meer und gilt als bedeutender Erdölhafen. Mit 1,2 Millionen Einwohnern ist Baku, ein Wirtschafts- und Kulturzentrum mit mehreren Universitäten, 100mal grösser als Amriswil.

Auf dem Volleyballfeld dürften sich die beiden Städte allerdings in etwa auf Augenhöhe begegnen. Baku schaffte mit einem knappen Erfolg über Finikas Syros aus Griechenland den Einzug in die dritte Runde. Die 2:3-Startniederlage korrigierte Baku durch einen 3:1- Heimsieg. Einen Kräftevergleich zwischen den morgigen Widersachern herzustellen, fällt nicht einfach.

Im letzten Jahr ist Baku bereits in der 1. Runde am gleichen Gegner gescheitert wie Volley Amriswil dann im Achtelfinal. Für beide war Mettalburg Zhlobin aus Weissrussland eine zu hohe Hürde. Während sich die Thurgauer zumindest ehrenvoll aus der Affäre zogen (1:3/a und 2:3/h), blieb Baku chancenlos und ohne Satzgewinn. Allerdings soll die Mannschaft vom Kaspischen Meer in der Zwischenzeit einige Verstärkungen erfahren haben.

Amriswiler Zuversicht

Nach dem geglückten Auftritt bei einem stark besetzten Turnier in Holland zwischen Weihnachten und Neujahr, als man erst im Final am spanischen Meisterschaftsleader Unicaja Almeria scheiterte, geben sich die Amriswiler zuversichtlich. Falls man an die guten Turnierleistungen anknüpfen könne, so Headcoach Johan Verstappen, «dann liegt auch Baku in unserer Reichweite».

Ohne Sinotti

Gegen Baku nicht eingesetzt wird Marcio Sinotti. Den Brasilianer plagen schon seit längerer Zeit muskuläre Problem. Der 28jährige Aussen soll für die entscheidende Meisterschaftsphase geschont werden. Ansonsten sind alle Akteure einsatzbereit. Volley Amriswil hat sein NLA-Qualifikationspensum bereits hinter sich gebracht und ist in jedem Fall direkt für die Playoff-Qualifikationsrunde der besten 5 Teams qualifiziert. Ab dem 23. Januar werden in einer doppelten Runde (8 Spiele) die beiden Playoff-Finalisten ermittelt.

Die Finalserie beginnt dann Mitte März und umfasst neu maximal fünf Begegnungen (best of 5).

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