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Samel Sabanovic nach dem Abgang bei Brühl: «Lohnkürzungen haben mich stärker betroffen als andere Spieler»

Samel Sabanovic verlässt den SC Brühl nach vielen Jahren – es ist ein Abgang mit Enttäuschten auf beiden Seiten.
Ralf Streule
Samel Sabanovic trägt ab sofort nicht mehr Grün. (Bild: Kurt Frischknecht)

Samel Sabanovic trägt ab sofort nicht mehr Grün. (Bild: Kurt Frischknecht)

Der SC Brühl spielt eine starke Saison. Die Stadtsanktgaller stehen trotz gekürztem Budget auf dem zweiten Platz der Promotion League und haben gute Aussichten, am Samstag gegen den Nachwuchs des FC Sion im Wallis weitere Punkte zu holen.

Getrübt hat die Brühler Gefühlslage zuletzt eines: Samel Sabanovic verlässt den Verein Knall auf Fall in Richtung YF Juventus. Der 35-jährige Montenegriner, der sieben Saisons und 189 Spiele für den Verein bestritt und dabei 85 Tore erzielte, war Publikumsliebling, wohnt unweit des Paul-Grüninger-Stadions, galt als «ewiger Brühler». Der Abgang, den der Club Anfang Woche kommunizierte, kommt deshalb überraschend. Die Hintergründe sind konfus.

Denn: Eigentlich wäre Sabanovic gerne geblieben. Und: Eigentlich hätte der SC Brühl Sabanovic gerne weiter beschäftigt. «Wir haben mit ihm geplant», sagt Sportchef Roger Jäger. Wo also liegt das Problem?

Das Vertrauen der Führung nicht mehr gespürt

In der Mitteilung wird Sabanovics Beweggrund mitgeliefert: die «angepasste Lohnpolitik» und die «nur teilweise Berücksichtigung» in der ersten Mannschaft. Auf Nachfrage ergänzt Sabanovic, er habe ganz grundsätzlich das Vertrauen der Führung nicht mehr gespürt. Im Bestreben, künftig im Trainerteam eine Rolle zu spielen, sei er ausgebremst worden. Er sagt:

«Versprechungen wurden nicht eingehalten.»

Lohnkürzungen hätten ihn stärker betroffen als andere Spieler. Dass er nur noch selten zum Einsatz kam, brachte das Fass zum Überlaufen. «Ich bin fit, habe zu Beginn der Saison dreimal getroffen.» Und: Er habe in all den Jahren viel für den Verein getan. Trotz allem sagt ein enttäuschter Sabanovic: «Ich bleibe immer ein Brühler.»

In Gesprächen mit Brühlern wird deutlich: Der Abgang «Sabas» lässt ratlos zurück. Jäger ist überrascht von dessen Aussagen, kann sich an keine Versprechen erinnern. Der Sportchef sagt:

«Im Vertrag im Sommer war alles geregelt.»

Er vermeidet aber Polemik, unterstreicht die Bedeutung Sabanovics im Verein und die grossen Verdienste des Spielers.

Es bleibt auf der einen Seite das Bild eines Spielers, der beruflich ausschliesslich auf Fussball setzte, einst bei GC den Profifussball erlebte und im Karriereherbst in Sachen Zukunftsplanung zu sehr auf den Club seines Herzens gehofft hat. Auf der anderen Seite das eines Vereins, der sehr pragmatisch mit Wünschen eines Profilierten umgegangen ist.

Sabanovics Söhne spielen weiter bei Brühl

Es ist eine Geschichte aus dem Halbprofitum des Schweizer Fussballs, wo Spieler für den Fussball leben – aber nicht von ihm. Jäger schliesst eine künftige Zusammenarbeit nicht aus. Die Verbindung bleibt bestehen, schliesslich spielen Sabanovics Söhne weiter bei Brühl. Ein nächstes Treffen steht zudem bereits fest: Wenn Brühl Mitte November bei YF Juventus in Zürich antritt.

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