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Ein Brüder-Duell im OL-Weltcup

Daniel und Martin Hubmann starten an der Nordic Tour in Finnland mit den Rängen fünf und elf in den Weltcup. Ziel der beiden Eschliker bleibt in diesem Jahr die Qualifikation für die OL-Weltmeisterschaften.
Urs Huwyler
Martin Hubmann hat sein bisher bestes Weltcup-Ergebnis erzielt. (Bild: Urs Huwyler)

Martin Hubmann hat sein bisher bestes Weltcup-Ergebnis erzielt. (Bild: Urs Huwyler)

ORientierungslauf. Daniel Hubmann (Eschlikon) betitelte schon vor der Abreise in den Norden den 21jährigen Fricktaler Matthias Kyburz als «Läufer mit Siegerqualitäten». Im ersten 5000 m-Testrennen war Kyburz bis zwölf Sekunden an Hubmanns Bestzeit heran gelaufen. In Porvoo (Fin) lag der Neue beim fünffachen Sprint-Triumph der Schweizer 17 Sekunden vor dem Thurgauer. Dieser durfte mit dem Auftakt trotzdem zufrieden sein. Obwohl der Thurgauer normalerweise nicht erst als fünftbester Schweizer klassiert wird.

Bei der Nummer drei der Weltrangliste besteht wegen der Operation im vergangenen Oktober (Fersenknochen, Achillessehne) weiterhin eine gewisse Verunsicherung, wie weit sich der linke Fuss unter Wettkampfbedingungen belasten lässt.

Wieder zuversichtlich

«Ich konnte vielleicht 60 Prozent des normalen Umfangs trainieren. Zeitweise ging die Freude am Sport etwas verloren. Nun bin ich wieder zuversichtlich», sagt der von Karl Imhof und Hans Baumann trainierte fünffache Weltmeister.

Allerdings erstaunt es, wie lange sich der Eingriff hinzieht. Ursprünglich wurde von einem dreimonatigen «Ausfall» gesprochen. Viktor Röthlin schien nach der gleichen Operation schneller einsatzfähig. Das Problem besteht wohl darin, dass im OL der Fuss durch die unterschiedliche Bodenbeschaffenheit stärker belastet und nicht immer gleich aufgesetzt wird.

WM 2012 in Lausanne

Vor einem Jahr wurde in einem Gespräch mit Daniel Hubmann der fehlende OL-Olympia-Status zum Thema. Für den Profi mit Schreiner-Ausbildung wäre es ein Traum, an Olympischen Spielen starten zu dürfen, «doch derzeit», liess sich Hubmann nicht von Illusionen leiten, «deutet wenig auf eine Änderung hin, weil OL die weltumspannende Ausbreitung fehlt.» Er wies jedoch darauf hin, 2012 stehe vor London die OL-WM in Lausanne auf dem Programm. Neun Jahre nach Rapperswil biete sich dem OL die Chance, sich ins Schaufenster zu stellen.

Der 28jährige Weltcup-Titelverteidiger gab sich zuversichtlich, dass am Genfersee auch sein sechs Jahre jüngerer Bruder Martin dem WM-Team angehören wird. «Er kann den Anschluss schaffen», zeigte sich der ältere Bruder vom Können des jüngeren Teilzeit-Studenten (Bauingenieur) überzeugt. Nun schicken sich die «Hubmänner» tatsächlich an, im Doppelpack zu brillieren. Nach dem Sprint in Finnland, den Martin auf Position elf beendete (bestes Weltcup-Resultat) folgen in Schweden (Sprint, K.o.-Modus) und Norwegen (Verfolgung) zwei weitere Rennen.

Der Angriff aus dem Hinterthurgau beginnt. Ob er sich an der WM 2011 in Frankreich fortsetzt, wird sich weisen. «Wir haben noch zwei Monate Zeit, um uns vorzubereiten», ergänzt Daniel Hubmann und fügt lächelnd an, dass Viktor Röthlin in der Saison nach der Operation Marathon-Europameister geworden war.

Daniel Hubmann (Archivbild: pd/Swiss Orienteering)

Daniel Hubmann (Archivbild: pd/Swiss Orienteering)

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