Ein altbekannter neuer Trainer

UNIHOCKEY. Floorball Thurgaus Trainer Beni Bötschi nimmt ab der nächsten Saison den Posten des Sportchefs ein. Sein Nachfolger ist im Thurgau kein Unbekannter: Daniel Costa brachte vor einem Jahr die Thurgauer U21-Junioren in die Stärkeklasse A.

Ralf Rüthemann
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Der neue Trainer Daniel Costa und sein Vorgänger Beni Bötschi freuen sich auf ihre neuen Herausforderungen bei Floorball Thurgau. (Bild: pd)

Der neue Trainer Daniel Costa und sein Vorgänger Beni Bötschi freuen sich auf ihre neuen Herausforderungen bei Floorball Thurgau. (Bild: pd)

Es war eine schwierige Saison für Floorball Thurgau, das Resultat fällt dementsprechend durchzogen aus. Zwar haben die Thurgauer das Minimalziel Finalrunde in der NLB erreicht, doch mehr lag nicht drin. Vor allem gegen Ende der Saison zeigte die Mannschaft immer wieder Schwächephasen, welche nicht mehr kompensiert werden konnten. «Das ist jedoch nicht weiter schlimm, wenn die Mannschaft eine Lehre daraus ziehen kann», sagt Trainer Beni Bötschi, der ab nächster Saison nicht mehr Trainer, sondern Sportchef bei Floorball Thurgau sein wird.

«Wir hatten keinen Sportchef für die nächste Saison, deshalb stelle ich mich für diese Funktion zur Verfügung», erklärt Bötschi seinen Wechsel. «Es war mir ein Anliegen, dass wir diese Stelle besetzen, um im Leistungsbereich gut arbeiten zu können. «Der Posten des Sportchefs ist für die Strukturen unseres Vereins und für die Ambitionen, die wir haben, sehr wichtig.»

Viel Erfahrung gesammelt

Der Trainerposten in der ersten Mannschaft wird neu von Daniel Costa besetzt. Der bald 35jährige Bürgler kennt sich im Verein gut aus. In der Saison 2013/2014 schaffte er als Trainer der U21-Junioren von Floorball Thurgau den Aufstieg in die NLA, und auch die erste Mannschaft hatte er bereits einmal trainiert – vor fünf Jahren, damals allerdings noch in der 1. Liga. Dazwischen, in der Saison 2011/2012, sammelte er auch in der höchsten Schweizer Liga Erfahrungen als Trainer: Mit dem NLA-Team HC Rychenberg Winterthur erreichte Costa damals die Playoffs. Nun hatte er ein Jahr lang Pause als Clubtrainer, war allerdings noch als Trainer der italienischen Unihockey-Nationalmannschaft tätig. Diese Tätigkeit wird er auch ab kommender Saison weiterführen; nebst Floorball Thurgau, Familie, Beruf, und der anstehenden MBA-Ausbildung. «Es ist alles eine Frage der Organisation», sagt Costa.

Fokus liegt auf der Taktik

«Das Gesamtpaket bei Floorball Thurgau hat für mich gestimmt, als ich angefragt wurde. Unter anderem natürlich auch mit Beni als Sportchef.» Mit dem Club hat sich Costa zwar noch nicht konkret über die Zielsetzung unterhalten, doch für ihn ist der Fall klar: «Wir wollen in die NLA aufsteigen. Das ist auch mein persönliches Ziel mit der Mannschaft.» Costa will den Fokus vor allem auf den taktischen Bereich legen und das Spielsystem der Mannschaft weiterentwickeln. Momentan befinden sich er und Beni Bötschi bereits in einer intensiven Phase, in der das Kader für die neue Saison zusammengestellt wird. «Wir führen viele Gespräche mit den Spielern.» Namen will Costa noch keine nennen, aber eines kann er verraten: «Es wird auf jeden Fall ausländische Verstärkung geben.»

Beni Bötschi ist überzeugt, dass Daniel Costa die Mannschaft weiterbringen kann: «Dani hat grosse Stärken im zwischenmenschlichen und mentalen Bereich. Das wird dem Team sicher helfen.» Der neue Sportchef dürfte gut mit dem neuen Trainer harmonieren: Die beiden kennen sich schon Jahrzehnte lang, wie Daniel Costa sagt.