Eiertanz der Problemkinder

Hockey Thurgau empfängt heute um 20 Uhr einen Gegner auf Augenhöhe. Die GCK Lions tun sich mit Toreschiessen ebenso schwer wie die Ostschweizer.

Matthias Hafen
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Thurgaus Trainer Stephan Mair will von seinen Spielern mehr Tore sehen. (Bild: Mario Gaccioli (Weinfelden, 24. September 2016))

Thurgaus Trainer Stephan Mair will von seinen Spielern mehr Tore sehen. (Bild: Mario Gaccioli (Weinfelden, 24. September 2016))

Eine spezielle Taktik muss sich Trainer Stephan Mair fürs heutige Spiel gegen die GCK Lions nicht zurechtlegen. Die Devise ist einfach: Hockey Thurgau braucht mehr Tore, um in der NLB erfolgreicher zu sein. Lediglich zwölfmal lag der Puck in den ersten sechs Spielen im gegnerischen Tor. Keine Mannschaft hat weniger oft getroffen als die Ostschweizer.

Trotz Torflaute resultierten für Thurgau jedoch fünf Zähler, so dass der Tabellenelfte punktgleich mit den direkt vor ihm klassierten GCK Lions und dem letztjährigen Meister Ajoie dasteht. Die EVZ Academy auf Platz acht ist nur drei Zähler voraus.

Torschüsse nehmen markant zu

Heute bietet sich Mair und seiner Equipe die Chance, den direkten Konkurrenten GCK hinter sich zu lassen. Das Farmteam der ZSC Lions gastiert um 20 Uhr in der Weinfelder Güttingersreuti. Und es zeichnet sich ein Eiertanz zweier Problemkinder ab. Denn auch der Mannschaft von der Zürcher Goldküste fehlt vor dem gegnerischen Tor die Durchschlagskraft. Die Küsnachter trafen nur zweimal mehr als die Thurgauer. Hochspannung sollte also garantiert sein, auch wenn das Spektakel wohl auf der Strecke bleibt. Dass sie den Kampf annehmen, haben die Thurgauer am Samstag in Biasca indes bewiesen. In den Schlussminuten holten sie einen 1:3-Rückstand auf und entschieden die Partie im Penaltyschiessen zu ihren Gunsten. Was Headcoach Mair besonders freute: Seine Mannschaft kam gegen die Ticino Rockets auf über 40 Torschüsse, während es in anderen Begegnungen jeweils gut 20 waren. «Es ist sehr positiv, dass sich die Mannschaft so viele Torchancen erspielt», sagt Mair. Dass seine Spieler diese nun auch in Tore ummünzen sollten, versteht sich von selbst. «Wir sind vor dem Tor noch zu wenig präsent, wenn sich uns eine zweite Chance bietet», sagt Mair. «Aber wir haben im Training darauf hingearbeitet.» Die 40 Abschlüsse gegen die Ticino Rockets seien die Folge davon, «dass wir die Verteidiger mehr ins Offensivspiel einbeziehen».

Mehr Optionen in der Aufstellung

Personell bietet sich Thurgaus Trainer eine bessere Ausgangslage als noch am Samstag. Heute stehen Mair wieder alle Partnerspieler des 1.-Liga-Clubs Pikes Oberthurgau zur Verfügung. Vom NLA-Club Davos dürften erneut Jens Nater und Sin Schläpfer mit von der Partie sein.