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Eidgenössisches Schwingfest: Wicki, Stucki und Orlik überzeugen, Giger unter Zugzwang - die Bilanz nach zwei Gängen

Nach dem Dämpfer zum Auftakt meldet sich der Thurgauer Mitfavorit Samuel Giger im zweiten Gang mit der Maximalnote zurück. Der Innerschweizer Pirmin Reichmuth muss sich derweil bereits aus dem Königsrennen verabschieden. Den stärksten Eindruck am Morgen in Zug hinterlassen Joel Wicki, Christian Stucki und Armon Orlik.
Ives Bruggmann, Zug
Samuel Giger (rechts) findet im ersten Gang kein Rezept gegen Nick Alpiger. (Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey)

Samuel Giger (rechts) findet im ersten Gang kein Rezept gegen Nick Alpiger.
(Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey)

Samuel Giger und Pirmin Reichmuth waren vor dem Auftakt in Zug die meistgenannten Favoriten auf den Sieg am Eidgenössischen Schwingfest. Der Morgen in Zug hat aber gezeigt, was den Schwingsport so spannend macht: Er ist unberechenbar. Sowohl der Thurgauer als auch der Innerschweizer hielten dem Druck - zumindest im ersten Gang - nicht stand.

Giger musste sich vom taktisch hervorragend eingestellten Nordwestschweizer Nick Alpiger dominieren lassen, fand zu keinem Zeitpunkt in den Kampf. Bereits beim Greifen schenkte Alpiger keinen Zentimeter her, stand tief. Der Thurgauer fühlte sich sichtlich nicht wohl, seine Züge kamen nie durch. Gegen Ende der Gangdauer lief er in einen Konter und konnte sich am Boden nicht mehr aus der Umklammerung lösen. Die erste grosse Überraschung des Tages war Tatsache.

Reichmuth muss gegen Stucki unten durch

Der Zuger Reichmuth war der nächste Königskandidat, der einen Fehlstart hinlegte. Der aggressive Berner Christian Stucki riss den Kampf an sich und besiegte Reichmuth platt. Nach dieser Niederlage erhöhte sich der Druck auf den jungen Innerschweizer nochmals. Prompt verpasste er auch im zweiten Gang gegen Dominik Roth den Sieg. Damit verabschiedete sich Reichmuth mit grosser Wahrscheinlichkeit aus dem Rennen um den Königstitel.

Joel Wicki und Armon Orlik starteten nicht nur überzeugend, sie doppelten im zweiten Gang sogleich nach - genau so wie Stucki. Vor allem der Innerschweizer Wicki bestach mit seiner Explosivität. Der Nordostschweizer Orlik musste bereits eine heikle Situation überstehen. Er befreite sich jedoch dank seiner Rumpfkraft gegen Florian Gnägi und gewann kurze Zeit später selber.

Offenes Rennen

Nach dem Morgen befinden sich Stucki, Orlik und Wicki gemeinsam auf Rang zwei in Lauerstellung. Bereits unter Druck befindet sich der Thurgauer Giger, der sich jedoch mit der Maximalnote im zweiten Gang alle Möglichkeiten auf den Festsieg noch offenhält. Er darf sich aber keinen Ausrutscher mehr erlauben.

Überzeugende Auftritte lieferten aus Nordostschweizer Sicht am Morgen der hellwache Domenic Schneider und der Bodenspezialist Jeremy Vollenweider mit zwei Siegen. Ebenso siegten die Aussenseiter Martin Roth und Christian Bernold zweimal. Der Appenzeller Michael Bless legte den Berner Mitfavoriten Remo Käser im ersten Gang auf den Rücken und erreichte gegen Schwingerkönig Kilian Wenger einen Gestellten. Der Toggenburger Daniel Bösch meldete sich nach der unnötigen Startniederlage mit einem Sieg im zweiten Gang zurück.

Das Geschehen verspricht Spannung für den weiteren Verlauf. Die ersten Topfavoriten haben sich bereits aus der Entscheidung um den Sieg verabschiedet. Weitere werden folgen.

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