Ehre für St. Gallens Aufsteiger

Roy Gelmi ist Ostschweizer Fussballer des Jahres. An der Nacht des Ostschweizer Fussballs nahm der Verteidiger des FC St. Gallen den Preis vor gut 800 Personen entgegen. Geehrt wurden an der spektakulären Gala nicht nur die Besten, sondern auch die Fairsten.

Yanic Lochbaum
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Roy Gelmis steiler Aufstieg beim FC St. Gallen beschert ihm die Auszeichnung des Ostschweizer Fussballers des Jahres. (Bild: Urs Bucher)

Roy Gelmis steiler Aufstieg beim FC St. Gallen beschert ihm die Auszeichnung des Ostschweizer Fussballers des Jahres. (Bild: Urs Bucher)

FUSSBALL. Leicht verspätet waren die Spieler des FC St. Gallen in der Olma-Halle angekommen. Frisch geduscht nach dem 2:2 in Zürich am Samstagabend waren sie die letzten Gäste der vierten Austragung der Nacht des Ostschweizer Fussballs. Unter ihnen war der Hauptdarsteller des Abends: Verteidiger Roy Gelmi. Der 20-Jährige setzte sich in der Kategorie Spieler des Jahres gegen seinen Teamkollegen Daniel Lässer und Dario Koller vom FC Wil durch. Die Auszeichnung für Gelmi bedeutete den Schlusspunkt eines spektakulären Galaabends. Moderator Lukas Studer führte die gut 800 Gäste durch den Abend. Die Halle war restlos ausverkauft. Neben dem weiblichen Streichquartett Munich Strings sorgte vor allem Schlagersängerin Beatrice Egli für gute Unterhaltung.

St. Gallen war der richtige Schritt

Die Nacht des Ostschweizer Fussballs stand im Zeichen des Nachwuchsprojekts Future Champs Ostschweiz. Das Projekt bekam einen Scheck von 100 000 Franken aus dem Erlös des Anlasses überreicht. Damit soll die Nachwuchsabteilung der Ostschweiz weiter ausgebaut werden. Aus dieser Nachwuchsabteilung stammt auch der Spieler des Jahres Gelmi. 15jährig wechselte er vom Nachwuchs des FC Zürich nach St. Gallen. Für ihn der richtige Schritt: «Hier in St. Gallen setzt man auf junge Spieler.» Mittlerweile ist Gelmi Stammspieler in der ersten Mannschaft und somit ein Vorzeigebild für Future Champs. Neben Gelmi bekamen vier weitere Personen einen Award überreicht. Die ehemalige St. Gallen-Stürmerin Patricia Willi wurde Spielerin des Jahres. Sie wurde vergangene Saison Torschützenkönigin im Trikot von St. Gallen. Seit diesem Sommer spielt sie in Zürich. Schiedsrichter des Jahres wurde der Staader Nikolaj Hänni. Der 39-Jährige pfiff im Mai den Cupfinal zwischen Sion und Basel. Zum Funktionär des Jahres wurde Willy Steffen gewählt. Der 65-Jährige war 40 Jahre im Ostschweizer Fussballverband tätig und ist nun pensioniert.

Bündner sind die Fairsten

Der Nachwuchstrainer des Jahres heisst Daniel Bernhardsgrütter. Der 36-Jährige trainiert die U13 des FC St. Gallen und ist seit dem Abgang von Jeff Saibene dienstältester Trainer im Verein. Den einzigen Mannschaftspreis bekam der FC Bonaduz aus der 3. Liga. Den Bündnern wurden vergangene Saison die wenigsten Karten gezeigt. Somit bekamen sie den Preis für das fairste Team.

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