Durchzogener Schweizer Start am Hahnenkamm

SKI ALPIN. Die Erwartungen ans Schweizer Team waren hoch. Drei Podestplätze sicherte es sich vor Wochenfrist am Lauberhorn; so hätte es an den Hahnenkamm-Rennen in Kitzbühel weitergehen sollen.

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Carlo Janka, bester Schweizer. (Bild: ky/Jean-Christophe Bott)

Carlo Janka, bester Schweizer. (Bild: ky/Jean-Christophe Bott)

SKI ALPIN. Die Erwartungen ans Schweizer Team waren hoch. Drei Podestplätze sicherte es sich vor Wochenfrist am Lauberhorn; so hätte es an den Hahnenkamm-Rennen in Kitzbühel weitergehen sollen. Die Euphorie erhielt jedoch einen Dämpfer: Über die eine oder andere solide Leistung kam die Swiss-Ski-Mannschaft im Super-G und in der Kombination nicht hinaus. Fürs beste Schweizer Resultat war Carlo Janka als Sechster der Kombination verantwortlich – in Wengen hatte er noch gewonnen. Dem 28-Jährigen fehlte gestern aber über eine Sekunde auf den französischen Sieger Alexis Pinturault. «Mein Slalom war in Ordnung, einen besseren Platz habe ich im Super-G vergeben», sagte der Bündner, der in der schnellen Disziplin nur 21. geworden war. Trotz der schwierigen Ausgangslage war es für Janka kein Thema, den Slalom auszulassen und stattdessen Kräfte für die Abfahrt von heute zu sparen.

Immerhin ein Resultat für Küng

Im Super-G, der sowohl als eigenständiges Rennen als auch zur Kombination zählte, dominierte bei den Athleten die Diskussion, ob die Streif mit Abfahrts- oder Super-G-Ski an den Füssen am besten zu bewältigen sei. Patrick Küng setzte auf die längeren und weniger stark taillierten Abfahrtsski und beendete das Rennen als bester Schweizer auf Rang acht. «Ich habe zwar mehr erwartet. Es war für mich aber wichtig, zumindest ein Resultat zu erreichen», sagte der Glarner. In den vergangenen beiden Super-G in Gröden und Beaver Creek war der 31-Jährige noch ausgeschieden.

Feuz verzichtet auf den Slalom

Vorjahressieger Didier Défago war auf Super-G-Ski unterwegs. Der Walliser, der seine letzte Weltcup-Saison bestreitet, fuhr auf Rang zehn. «Ich bin noch nie im Leben mit Abfahrtsski zu einem Super-G gestartet», sagte Défago. Der 37-Jährige erwischte zwar einen guten Start und fuhr am Schluss stark; verlor im Mittelteil aber zu viel Zeit.

Beat Feuz, in der Lauberhornabfahrt noch Zweiter, kam in Kitzbühel zum Auftakt nicht auf Touren und wurde nur 17. Der Emmentaler verzichtete auf den Kombinationsslalom, um sich optimal auf die Abfahrt von heute vorzubereiten. Dort sind die Erwartungen an die Schweizer – trotz Dämpfer zum Auftakt – hoch. Mit den Österreichern hat das Swiss-Ski-Team nach dem Lauberhorn-Sieg von Hannes Reichelt schliesslich noch eine Rechnung offen. (chk)