Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

EVZ-Duo Lino Martschini und Garrett Roe mit hohem Unterhaltungswert

Der EV Zug besticht durch sein funktionierendes Kollektiv. Davon profitieren auch die Leistungsträger Lino Martschini und Garrett Roe. Die beiden Stürmer widerlegen ihren Ruf, für die Playoffs untauglich zu sein.
Sven Aregger
Sie haben derzeit viel zu jubeln: Lino Martschini (links) und Garrett Roe. (Bild: Pascal Müller/Freshfocus (Lausanne, 28. März 2019))

Sie haben derzeit viel zu jubeln: Lino Martschini (links) und Garrett Roe. (Bild: Pascal Müller/Freshfocus (Lausanne, 28. März 2019))

Josh Holden ist eine Legende in Zug, er war in den letzten zehn Saisons eine Identifikationsfigur im Klub und einer der prägenden Stürmer. Heute ist Holden Assistenztrainer und in dieser Funktion zuständig für die Offensivkräfte. Er sagt: «Wir haben Spieler mit verschiedenen Talenten. Und es gibt solche, die immer wieder für Unterhaltung sorgen.» Womit er auch Lino Martschini und Garrett Roe ansprach. Die zwei Stürmer ragen in diesen Playoffs aus dem harmonierenden Kollektiv heraus. Beide trafen bereits fünfmal, mit je 12 Punkten führen sie die Skorerliste an. Das ist insofern bemerkenswert, als sie zuvor im Ruf standen, in der entscheidenden Meisterschaftsphase abzutauchen.

Doch Trainer Dan Tangnes und sein Coaching-Staff sind mit der Absicht in die Saison gestartet, die Spieler besser zu machen. «Wir hatten von Anfang an einen klaren Plan, um für die Playoffs bereit zu sein. Von diesem Plan sind wir – abgesehen von Feinjustierungen – nie abgewichen», sagt Holden. Ein wichtiger Faktor ist die Arbeit neben dem Eis. Holden erzählt, dass er selber vor einigen Jahren noch nicht den Wert des Off-Ice-Trainings erkannt habe. Damals absolvierten alle Spieler mehr oder weniger das gleiche Programm, inzwischen wird es zunehmend auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtet.

Roe: «Jede Linie bringt Energie aufs Eis»

Während Martschini an seinen defensiven Qualitäten und der mentalen Stärke arbeitete, hat Roe die eine oder andere Extraschicht im Fitnessbereich eingelegt. In der vergangenen Saison war viel vom amerikanischen Center abhängig gewesen – zu viel. Er wurde in der Qualifikation dermassen forciert, dass er sich gegen die ZSC Lions ausgepowert durch die Playoff-Viertelfinals quälte. In dieser Saison fiel der Spielmacher mehrfach verletzt aus, ohne dass die Leistung des Teams spürbar nachliess. Roe sagt: «Es macht es einfacher für mich, dass wir mit vier Linien durchspielen können. Jede Linie bringt Energie aufs Eis.»

Der EV Zug hat bislang in der Halbfinalserie gegen Lausanne das Tempo bestimmt, er ist den Westschweizern läuferisch weit überlegen. Im Spiel ohne Puck setzen die Stürmer den Gegner sofort unter Druck, um einen geordneten Aufbau zu verhindern. Und bei Scheibenbesitz schalten sich die Verteidiger mit ein in der Offensive. Alle Spieler sind ständig in Bewegung und helfen einander, das macht das Zuger Spiel dynamisch und unberechenbar. Davon profitieren auch Roe und Martschini. Holden sagt, dass die eigene Leistung entscheidend mit dem Effort der Linienkollegen zusammenhänge. «Lino Martschini kann zum Beispiel auf die Unterstützung von Brian Flynn und Garrett Roe auf Carl Klingberg zählen. Sie sind derzeit auch so gut, weil es die Teamkollegen möglich machen.» Roe ist ein Paradebeispiel ­dafür, was Engagement für die Mannschaft bedeutet. Der 31-Jährige, dessen Vertrag am Saisonende ausläuft, ist überall auf dem Eis präsent und nimmt damit seine Leaderrolle wahr. Letztlich stehen gerade die Leistungsträger in der Pflicht, ihr Potenzial auszuschöpfen. «Ich versuche, mein bestes Hockey zu zeigen», sagt Roe.

Stephan strahlt wieder Souveränität aus

Es ist schwer vorstellbar, dass sich der EVZ den Finaleinzug noch nehmen lässt. Lausanne ­erweckt einen müden Eindruck und scheint nicht in der Lage, dem Zuger Tempohockey Paroli zu bieten. Eigentlich kann sich der EVZ nur noch selber schlagen, zu offensichtlich sind die Unterschiede der beiden Teams bezüglich der Frische. Das gilt auch für Torhüter Tobias Stephan, der am Dienstag seinen zweiten Shutout in Folge feierte. Stephan strahlt wieder die Ruhe und Souveränität aus, die ihn über weite Strecken der Saison ausgezeichnet hat. Er hat mit 93,94 Prozent die beste Abwehrquote aller Halbfinal-Goalies. Der EVZ könnte sich am Donnerstag also nach neun Spielen im Schnellzugtempo für den Final qualifizieren. Roe allerdings hat die Romands nicht abgeschrieben. «Mag sein, dass Lausanne müde ist, aber das bedeutet nichts. Und es fühlt sich auf dem Eis auch nicht so an, es ist immer ein Kampf.»

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.