Dritter Streich von Näfels

Volley Amriswil verliert gestern zu Hause in der NLA-Finalrunde gegen Näfels gleich mit 0:3 (26:28, 23:25, 22:25). Die Thurgauer zeigten erneut Höhen und Tiefen in allen Belangen.

Adrian Rutishauser
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Bei Volley Amriswil (blau) blieb gestern abend gegen Näfels zu vieles Stückwerk, was eine brutale 0:3-Niederlage zur Folge hatte. (Bild: Mario Gaccioli)

Bei Volley Amriswil (blau) blieb gestern abend gegen Näfels zu vieles Stückwerk, was eine brutale 0:3-Niederlage zur Folge hatte. (Bild: Mario Gaccioli)

VOLLEYBALL. Der Auftakt ins Spiel glückte für das Heimteam: Kapitän Perler startet gleich mit einem Servicewinner. Danach brachten beide Teams ihr Sideoutspiel durch – bis Renovica zur starken Serviceserie ansetzte: 8:3 stand es nach wenigen Minuten. Näfels Topskorer Pulko brachte sein Team aber mit ebenso starken Services wieder heran – 12:11. Erneut gelang Renovica ein Servicewinner, Dante skorte fleissig. 16:14 stand es beim zweiten technischen Time-out.

Die Zuschauer sahen ein engagiertes Amriswil. Walzer blockte im richtigen Moment zum 22:20. Doch Näfels holte auf. Beim 23:23 setzte Trevisan einen Ball unglücklich neben die Linie. Drei Satzbälle wehrte Amriswil in der Folge ab. Den vierten verwertete Näfels zum 26:28. Präsident Christian Lohr zeigte sich zumindest über die Leistungssteigerung positiv. «Verglichen mit dem Auftritt gegen Schönenwerd war im ersten Satz eine Steigerung erkennbar.»

Auf und Ab im zweiten Satz

Offensichtlich musste Amriswil erst den Satzverlust verdauen. Wohl gelangen Libero Rasing einige gute Aktionen in der Verteidigung, doch in der Annahme zeigte sich Amriswil wackelig. Näfels zog auf 4:8 davon. Danach kam das Heimteam wieder auf 8:9 heran und Trevisan punktete spektakulär aus dem Rückraum zum 9:9. Aber wie so oft: Auf ein Hoch folgt ein Tief. Amriswil agierte zu unpräzis und machte zu viele Fehler. Auch die eingewechselten Brühwiler und Bär konnten am Spielverlauf nichts ändern. Trevisan am Service und Perler in der Verteidigung brachten die Hoffnung ein letztes Mal zurück: 20:21. Doch Martinez, der den verletzten Bittner auf Diagonal ersetzte, skorte zum 20:22 und verwertete den ersten Satzball zum 23:25.

Ernüchterung zum Schluss

Bei Amriswil fehlte ein aggressiver Leader, der Verantwortung übernahm. Am Block gingen die Bälle ins Aus, in der Annahme war man zu ungenau. 2:8 lautete der Stand beim zweiten technischen Time-out – es drohte ein rasches Ende. Renovica, der stärkste Amriswiler an diesem Abend, verkürzte fast im Alleingang auf 9:10. Die Zuschauer sahen in dieser Phase ein spannendes, aber kein hochstehendes Spiel. So rasch Amriswil aufholte, so schnell lag es auch wieder im Rückstand. 13:18 stand es wenig später. Erneut schaffte das Heimteam irgendwie den Anschluss und kam auf 18:19 heran. Das Publikum feuerte das Team nochmals an.

Amriswil blockte zum 19:19. Aber Martinez punktete zum 19:20, ein Annahmefehler brachte das 19:21. Näfels liess sich diesen Vorsprung nicht mehr nehmen, gewann mit 22:25 auch den dritten Durchgang. Es war bereits der dritte 3:0-Sieg in dieser Saison gegen Amriswil. Nach drei Runden stehen die Thurgauer mit null Punkten da.

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