Dritte Niederlage in Folge für den FC Wil

Auch beim SC Kriens ist für die Wiler nichts zu holen. Trotz einer engagierten Leistung müssen sich die Ostschweizer mit 0:2 geschlagen geben. Vor allem im ersten Durchgang hätte der FC Wil das Spielgeschehen anders gestalten müssen.

Gianluca Lombardi
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Wils Neuzugang Julian von Moos zeigte eine gute Leistung. (Bild: Gianluca Lombardi)

Wils Neuzugang Julian von Moos zeigte eine gute Leistung. (Bild: Gianluca Lombardi)

Ciriaco Sforza reagierte gleich auf mehreren Positionen auf die Niederlage gegen Stade-Lausanne-Ouchy. Neuzugang Julian Vonmoos rückte direkt in die Startaufstellung, Bledian Krasniqi ersetzte den verletzten Valon Fazliu und Lindrit Kamberi verlor seinen Platz in der Anfangsformation an die Basler Leihgabe Dimitriou Konstantinos.

Vor allem von Neuzugang Julian von Moos erhofft man sich wohl wieder mehr Torgefahr. Die aktuelle Lösung mit Kwadwo Duah als Sturmspitze vermochte nicht zu überzeugen. Umso überraschender war dann aber wohl auch, dass Silvio kein Aufgebot erhalten hat.

Doch allem Vorgenommenem wurde schnell der Wind aus den Segeln genommen. Nach nur wenigen Minuten wusste sich Wils Torhüter Anthony Mossi nur mit einem Foul zu helfen. Den fälligen Elfemter verwandelte Nico Siegrist souverän. Ein Traumstart für Kriens, eine happige Hypothek für den FC Wil. Nun übernahmen die Ostschweizer aber fortan das Spieldiktat

Wil läuft an, Kriens trifft

Kämpferisch, aber auch spielerisch zeigten die Wiler an diesem Februarabend deutlich mehr als noch vor Wochenfrist. Der heimische SC Kriens wurde richtiggehend hinten eingeschnürt. Gute Torchancen waren aber eher selten. Zu selten, gemessen am betriebenen Aufwand und den Spielanteilen welche die Wiler besassen.

Am Ende gabe es für die Wiler erneut nichts zu jubeln. (Bild: Gianluca Lombardi)

Am Ende gabe es für die Wiler erneut nichts zu jubeln. (Bild: Gianluca Lombardi)

Brauchbare Vorstösse gab es vom SC Kriens kaum noch zu sehen. Nicht selten endeten diese in einer Abseitsstellung. Rund 40 Minuten nach dem Führungstreffer dann endlich wieder mal ein zu Ende gespielter Angriff der Hausherren – prompt stand es 2:0. Höchststrafe für den FC Wil und ein genauso schmeichelhafter Pausenstand für die Innerschweizer.

Nichts Zählbares

Nach der Pause waren auch die Krienser besser in der Partie. Was gemessen am Spielstand abgedroschen klingt, entsprach dann aber doch der Realität. Der grössere Präsenz der Innerschweizer hatte zur Folge, dass die Wiler sich nun fortan noch schwerer taten. Einer der auffälligsten Akteure war Neuzugang Julian von Moos, doch auch er blieb ohne Abschlussglück.

Am Ende setzte es eine nicht unverdiente 2:0 Niederlage für die Wiler ab. Für die Krienser war dieser Vollerfolg deswegen verdient, weil sie zwar keinen schönen, aber einen äusserst effizienten Fussball zeigten. Wie schon Stade-Lausanne-Ouchy in der Vorwoche, verstanden es auch die Luzerner dem FC Wil die Tiefe aus seinem Angriffsspiel zu nehmen.

Für die Wiler gilt es nun, schnellstmöglich den Turnaround zu schaffen, um in der Tabelle nicht durchgereicht zu werden. Der neuntplatzierte FC Schaffhausen liegt nur noch vier Zähler hinter dem FC Wil. Exakt diese Mannschaft gastiert am kommenden Samstag im Wiler Bergholz. Eine gute, aber vor allem wichtige Möglichkeit, um zurück in die Erfolgsspur zu finden.

Telegramm:

SC Kriens - FC Wil 1900 2:0 (2:0)

Kleinfeld, Kriens: 1300 Zuschauer. – Sr: Stefan Horisberger.

Tore: 4. Siegrist 1:0 (Foulelfmeter), 45. Dzonlagic 2:0.

SC Kriens: Osigwe; Costa, Elvedi, Berisha, Busset (83. Fäh); Ulrich, Sadrijaj, Kukeli (46. Alessandrini), Dzonlagic; Siegrist (88. Tadic), Teixeira (59. Abubakar).

FC Wil 1900: Mossi; Rohner, Konstantinos (71. Kamberi), Schmied, Schmid; Abedini; Vonmoos, Muntwiler (73. Ndau), Krasniqi (63. Brahimi), Padula; Duah (83. Bosic).

Bemerkungen: Kriens ohne Mijatovic (gesperrt), Fanger, Bürgisser, Follonier (verletzt), Urtic und Zizzi (nicht im Aufgebot). Wil ohne Schäppi, Wörnhard, Fazliu, Klein (verletzt), Kostadinovic, Traber und Silvio (nicht im Aufgebot).

Verwarnungen: 9. Kukeli, 77. Ndau, 78. Alessandrini, 80. Busset, 91. Sadrijaj, 91. Brahimi.