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Drei Titel sind zu verteidigen

Insgesamt werden an den Schweizer Meisterschaften in Zofingen über 30 Titel vergeben. Drei Innerschweizer sind dabei die Gejagten.
Der Sempacher Jonas Schöpfer, hier am Meeting von Luzern, wo er im internationalen Feld über 800 Meter eine Zeit von 1:48,88 läuft und Siebter wird. (Bild: Roger Grütter (Luzern, 9. Juli 2018)

Der Sempacher Jonas Schöpfer, hier am Meeting von Luzern, wo er im internationalen Feld über 800 Meter eine Zeit von 1:48,88 läuft und Siebter wird. (Bild: Roger Grütter (Luzern, 9. Juli 2018)

Vom 6. bis 12. August finden in Berlin die Europameisterschaften statt. Bereits 49 Schweizer Athleten haben einen Richtwert für den internationalen Saisonhöhepunkt erreicht. Bis am 29. Juli bleibt Zeit, um sich für die Kontinentalkämpfe zu empfehlen. Die Schweizer Meisterschaften in Zofingen bilden dabei einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg nach Berlin. Heute Freitag und morgen Samstag werden die neuen Schweizer Meister erkoren – spannende Duelle sind dabei garantiert. Neben den nationalen Aushängeschildern wie Mujinga Kambundji, Selina Büchel, Lea Sprunger und Alex Wilson sind auch drei Innerschweizer Athleten die Gejagten.

Im Vorjahr gingen vier Titel in die Innerschweiz. Nicole Zihlmann (LC Luzern, Hammer), Jonas Schöpfer (STV Sempach/ 800 m), Stefanie Barmet (STV Willisau/1500 m) und Tobias Furer (LK Zug/110 m Hürden) holten allesamt Gold. Furer ist 2018 noch nicht in Form gekommen, und der Basler Jason Joseph, der 2018 mit 13,46 Sekunden bereits bis auf 5 Hundertstelsekunden an den Schweizer Rekord von Andreas Kundert herangelaufen ist, wird bei normalem Wettkampfverlauf nur schwer zu schlagen sein. Barmet muss aufgrund einer Weichteilinfektion und eines Abszesses am Fuss, der eine zweiwöchige Antibiotikatherapie und eine dreieinhalbwöchige Laufpause erforderte, auf einen Start verzichten.

Nicole Zihlmann will den zehnten Titel holen

Dass Nicole Zihlmann und Jonas Schöpfer hingegen auch heuer zu den Gejagten zählen, stellten sie anlässlich des Meetings Spitzenleichtathletik vom vergangenen Montag unter Beweis. Zihlmann wurde starke Zweite und verbesserte ihren Schweizer Rekord um zweieinhalb Meter auf 67,42 Meter, womit auch die EM-Limite von 69 Metern in Reichweite rückte. «Wir haben das Training so ausgerichtet, dass ich in dieser Woche in Topform bin. Von der SM reise ich direkt weiter nach Deutschland, wo ich am Samstag und Sonntag wiederum mit dem Hammer antreten werde.» Sie habe zwar mit einem Schweizer Rekord gerechnet, eine solche Weite habe sie sich aber nicht zugetraut. «Ich war völlig perplex und kann es nach wie vor kaum glauben, so weit geworfen zu haben.» Dass noch mehr möglich ist, zeigt die Tatsache, dass ihr Trainer mit dem Wurf technisch gar nicht zufrieden war. «Ich versuche nun abzuschalten und mich voll und ganz auf die SM zu konzentrieren. Mich nun zu verkrampfen und unbedingt diese EM-Limite werfen zu wollen, bringt nichts.»

Gelingt Zihlmann die Titelverteidigung, darf sie sich über ihren 10. Titel freuen. Schade sei dabei die Tatsache, dass die Hammerwerferinnen und -werfer heuer nach Olten verbannt wurden. «Hoffentlich werden trotzdem einige Zuschauer den Weg ins Stadion finden. Ich freue mich sehr auf die Titelkämpfe, auch wenn die Stimmung nicht mit jener in Luzern zu vergleichen sein wird.»

Hochspannung im Männerrennen über 800 m

Seinen Titel verteidigen möchte auch Jonas Schöpfer. Die Saisonbestzeit des Sempachers steht seit Montagabend bei 1:48,88 Minuten. 2018 ist einzig der Basler Michael Curti mit 1:48,70 schneller gelaufen. Im Direktvergleich hatte Schöpfer jedoch die Nase vorn. Mit dem Vorjahreszweiten Pascal Furtwängler ist in der laufenden Saison ein dritter Athlet unter 1:49 geblieben. Insgesamt liefen in diesem Jahr bereits sieben Schweizer die 800-Meter-Distanz unter 1:50 Minuten – eine solche Leistungsdichte gab es seit 15 Jahren nicht mehr. Zudem sind der zweifache EM-Teilnehmer Hugo Santacruz (LC Rapperswil-Jona), der 2018 noch seiner Topform hinterherläuft, sowie der über 1500 Meter bereits für die EM qualifizierte Aargauer Jan Hochstrasser gemeldet. Eine spannende Entscheidung ist garantiert. «Das wird ein extrem enges Rennen. Als Titelverteidiger möchte ich natürlich auch 2018 Gold gewinnen», so Schöpfer.

Als Goldkandidatin gilt auch Géraldine Ruckstuhl im Speerwettkampf der Frauen. Die Schweizer Rekordhalterin in dieser Disziplin ist die Saisonbeste und möchte in der Elite in ihrer Paradedisziplin erstmals zuoberst auf dem Podest stehen. Auch über die Hürden, im Weitsprung sowie im Kugelstossen zählt sie zum erweiterten Kreis der Medaillenanwärterinnen.

Diverse weitere Athleten aus der Region wie Lisa Stöckli (LR Gettnau/800 m), Barbara Leuthard (LC Zürich) und die Olympiateilnehmerin im Zweierbob, Eveline Rebsamen (STB Leichtathletik/100 m Hürden), haben ebenfalls gute Chancen auf eine Medaille. (stb)

Infos auf: www.sm2018.ch

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