Drei Punkte für den guten Schlaf

St. Gallens Trainer Uli Forte steht vor dem Spiel gegen den FC Zürich unter Druck. Mit einem frechen Auftritt soll sein Team erstmals in der Rückrunde punkten. Stürmer Klemen Lavric ist überzeugt, dass die Qualität dazu vorhanden ist.

Markus Zahnd
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Voller Einsatz: Klemen Lavric (links) will gegen den FC Zürich punkten. (Bild: Ralph Ribi)

Voller Einsatz: Klemen Lavric (links) will gegen den FC Zürich punkten. (Bild: Ralph Ribi)

Fussball. Er sei in einer der schwierigsten Phasen seiner Trainerkarriere und habe in den vergangenen Tagen nicht immer gut geschlafen, sagt Uli Forte. Nach dem ärgerlichen 1:4 gegen die Grasshoppers und dem verdienten 0:3 gegen Basel stehen der FC St. Gallen und sein Trainer heute gegen Zürich unter Druck. Auch wenn die Zürcher zu den Meisterkandidaten gehören und auf dem Papier stärker einzustufen sind als die Ostschweizer, würde es vor allem die Volksseele beruhigen, wenn die St. Galler im Letzigrund punkten könnten. Trotz der ungemütlichen Situation am Tabellenende hat Forte die Zuversicht nicht verloren, St. Gallen wieder nach vorne zu bringen. Den Anfang machen soll ein mutiger Auftritt beim aktuellen Tabellendritten in Zürich: «Wir dürfen uns nicht verstecken. Wenn wir nur abwarten, ist es gegen einen solchen Gegner schwer.»

Unveränderte Defensive

Den Fokus ausschliesslich auf die Offensive zu legen, wäre allerdings falsch. Deshalb ist davon auszugehen, dass Forte auch gegen die Zürcher zwei defensive Mittelfeldspieler statt zwei Stürmer aufstellt – auch weil der erkrankte Daniel Beichler immer noch nicht trainieren konnte. Einer davon ist Captain Philipp Muntwiler, der nach seiner abgesessenen Sperre im Spiel gegen Basel ins Team zurückkehrt. Keine Veränderung ist hingegen in der Defensive zu erwarten: Wie in Basel werden Daniel Dunst, Lukas Schenkel, Tim Bakens und José Gonçalves die Viererkette bilden.

Auch im Angriff wird es keinen Wechsel geben, Klemen Lavric ist derzeit gesetzt. Der 29jährige Slowene will dem FC St. Gallen in dieser schwierigen Situation einerseits mit Toren, andererseits aber auch mit seiner Erfahrung helfen. «Ich habe aus meiner Zeit in Duisburg einiges an Erfahrung im Abstiegskampf. Weil es in unserer Mannschaft viele junge Spieler hat, kann ich ihnen da sicher weiterhelfen.» Lavric ist überzeugt, dass die Mannschaft genügend Qualität hat, um den Ligaerhalt zu schaffen. «Wir haben gut trainiert. Wenn wir das heute auch zeigen können, werden wir gegen den FC Zürich, der zu den besten Mannschaften in der Schweiz gehört, punkten», sagt Lavric.

«Dazu bin ich hier»

Damit es in Zürich endlich ein zählbares Resultat gibt, müsse die Mannschaft auf dem Platz zusammenhalten und kämpfen. «Wir ha- ben alle ein Ziel, und das heisst: <den Abstieg verhindern>. Dazu bin ich hier», so Lavric, der in der Winterpause zu den Ostschweizern gestossen ist. Auch Forte verlangt von seinen Spielern, dass sich jeder dem Kollektiv unterordnet: «Es geht nicht um den Trainer und es geht nicht um die einzelnen Spieler. Es geht um den FC St. Gallen.» Mit einem Sieg heute wäre die schwierigste Phase seiner Trainerkarriere zwar noch nicht vorbei, doch zumindest könnte Forte in der Nacht auf morgen ein wenig besser schlafen.

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